Mo., 12.12.2022 , 15:29 Uhr

Per Smartphone einchecken und losfahren

Pilotprojekt SWIPE + RIDE wächst von München nach Regensburg

Mit dem Pilotprojekt „SWIPE + RIDE“ können Sie ganz einfach bei Fahrtbeginn einchecken und am Ende der Fahrt auschecken. Die App berechnet dann automatisch den Fahrpreis. Es ist ein Angebot für Fahrgäste, die Bus und Bahn nicht so häufig nutzen. Jetzt ist dies auch bei Fahrten im RVV und sogar zwischen München und Regensburg möglich.

 

Pressemitteilung StMB Bayern

Einfach und komfortabel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein, ohne sich Gedanken um das richtige Ticket zu machen: Das Pilotprojekt „SWIPE + RIDE“ des Münchner VerkehrsVerbunds kann nun auch im Regensburger Verkehrsverbund sowie bei Fahrten von einem in den anderen Verbund erprobt werden.

„Für die Pilotkundinnen und -kunden beginnt heute eine neue Zeitrechnung“,

erklärt Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter.

„Am Fahrkartenautomaten zu stehen und nicht zu wissen, welches Ticket am besten ist, ist für sie ab sofort passé. Denn der Fahrpreis wird automatisch nach der Fahrt im Hintergrund berechnet und abgebucht. Genau so muss ein moderner und kundenfreundlicher ÖPNV funktionieren. Deshalb unterstützen wir das Pilotprojekt mit dem Ziel, wertvolle Erkenntnisse für ganz Bayern zu gewinnen.“

 

Der Freistaat fördert das Pilotprojekt, das ab heute ein Jahr laufen soll, mit mehr als 500.000 Euro. Es ist Teil der ÖPNV-Strategie 2030, mit der der Freistaat den ÖPNV in Bayern für die Zukunft aufstellt.

Mit dem Projekt SWIPE + RIDE testet der Münchner VerkehrsVerbund (MVV) schon seit Oktober 2020 einen elektronischen Tarif, bei dem der Fahrpreis auf Basis der Entfernung mittels innovativem Check-In/Check-Out-Verfahren über das Smartphone nach der Fahrt automatisch ermittelt wird. Damit sind weder Tarifkenntnisse rund um den eigenen Wohnort, noch am Zielort notwendig.

 

„Wir freuen uns, dass mit der Förderung des Freistaats die Fahrgäste das Projekt SWIPE + RIDE zum eTarif nun auch über den MVV-Raum hinaus nutzen können“,

so MVV-Geschäftsführer Dr. Bernd Rosenbusch.

„Das Projekt Donau-Isar, bei dem neben der Nutzung im MVV und nun im RVV auch Fahrten von Regensburg nach München und andersrum möglich sind, ist ein erster Schritt hin zu einem landesweiten elektronischen Tarif – und eine tolle Vereinfachung für die Fahrgäste. Und das Projekt zeigt, wie durch gute Zusammenarbeit Synergien zwischen Verbünden gehoben werden können.“

 

Nun wird das Pilotprojekt auf den Regensburger Verkehrsverbund (RVV) ausgeweitet. Zudem sind erstmals auch verbundübergreifende Fahrten möglich, das heißt die Pilotkundinnen und -kunden können SWIPE + RIDE auch bei Fahrten von einem in den anderen Verbund nutzen. Dafür arbeiten MVV und RVV mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio, agilis, Bayerische Regiobahn und Länderbahn zusammen. Mit dem Vorhaben möchte der Freistaat wertvolle Erkenntnisse für ganz Bayern gewinnen, um eine bessere vertriebliche und tarifliche Vernetzung der Räume nach dem Prinzip „Ein Klick – ein Ticket“ zu erreichen.

 

RVV-Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein ergänzt:

„Während des rund einjährigen Projektzeitraums im RVV können wir Erkenntnisse gewinnen, wie von unseren Fahrgästen ein rein digitales Angebot angenommen wird. Die Möglichkeit, mit diesem Tarif erstmals auch vollständig verbundraumübergreifend zu fahren, unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen Verbünden und Eisenbahnverkehrsunternehmen mit dem Ziel, die Nutzung von Bus und Bahn für unsere gemeinsamen Kunden weiter zu vereinfachen.“

 

Das Angebot richtet sich insbesondere an Gelegenheitsfahrer, für die sich ein dauerhaftes Abo-Modell nicht lohnt.

 

„Aktuell ist mit dem Deutschlandticket viel in Bewegung“,

sagt Verkehrsminister Bernreiter.

„Aber wir brauchen auch ein Angebot für diejenigen, die nicht so häufig mit Bus und Bahn fahren. Gerade dann kennen sich die Menschen oft nicht so gut mit der Tarifstruktur aus und wünschen sich einen einfachen Kaufprozess. Deshalb gilt mein herzlicher Dank allen Beteiligten: Mit dem eTarif zeigen Sie, wie moderner ÖPNV geht!“

 

Weitere Informationen zum Pilotprojekt und die Preise für die jeweiligen Verbunde finden Sie unter www.swipe-ride.de.

Dort können sich Pilotkundinnen und -kunden ab heute registrieren und dann SWIPE + RIDE im MVV, RVV und auch für Fahrten im ÖPNV zwischen den beiden Verbünden nutzen, sofern Start und Ziel in einem der Verbünde liegen.

Das könnte Dich auch interessieren

01.05.2026 Oberpfalz: Wenige Zwischenfälle in der Nacht zum 1. Mai Die Freinacht in der Oberpfalz ist aus Sicht der Polizei überwiegend ruhig verlaufen. Zwar kam es in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai vereinzelt zu Einsätzen, größere Ausschreitungen oder schwere Vorfälle blieben jedoch aus. 30.04.2026 Bernhardswald: Neue Johanniter-Kinderkrippe offiziell eröffnet Die Gemeinde Bernhardswald hat eine neue Kinderkrippe unter Trägerschaft der Johanniter eröffnet. Mit dem Neubau reagiert die Kommune auf die bislang beengte Situation: Zwei Krippengruppen waren zuvor in Containern untergebracht, eine weitere im benachbarten Kindergarten. Nun bietet das neue Gebäude moderne Räume für drei Krippengruppen mit jeweils zwölf Kindern – insgesamt also Platz für 36 30.04.2026 Oberpfalz: Robert Fuchs wird neuer Polizeipräsident Der Führungswechsel im Polizeipräsidium der Oberpfalz ist beschlossen: Zum 1. Juni übernimmt Robert Fuchs das Amt des Präsidenten. Er folgt auf Thomas Schöniger, der in den Ruhestand geht. Der Ministerrat traf die Entscheidung auf Vorschlag von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Ernennung durch den Ministerrat Mit dem Beschluss des Ministerrats steht fest: Der bisherige Vizepräsident rückt 29.04.2026 Regensburg: Universität tritt europäischem Netzwerk für nachhaltige Entwicklung bei Die Universität Regensburg (UR) ist seit dem Frühjahr 2026 Mitglied der COPERNICUS Alliance, einem europäischen Hochschulnetzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mit dem Beitritt will die UR ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter stärken, sichtbarer machen und gezielt ausbauen. Internationale Hochschulnetzwerke gelten dabei als Orte des gegenseitigen Lernens und der gemeinsamen Weiterentwicklung. Strategisches Signal für Nachhaltigkeit in Regensburg