Nach knapp 13 Jahren bei der Johanniter-Unfall-Hilfe und mehr als zwölf Jahren als Leitung des Johannes-Hospizes verabschiedet sich Sabine Sudler nach insgesamt 44 Jahren Berufstätigkeit in den Ruhestand. Rund 75 Gäste würdigten am Freitagabend ihr außergewöhnliches Engagement im Rahmen einer feierlichen Verabschiedung.
Sabine Sudler gestaltete das 2014 eröffnete Johannes-Hospiz in Pentling, als erstes stationäres Hospiz in der Oberpfalz, maßgeblich mit. Später war sie als Sachgebietsleiterin Hospize auch entscheidend an der Planung und dem Aufbau des Bruder-Gerhard-Hospizes in Schwandorf beteiligt und übernahm die Verantwortung für beide Einrichtungen.
Regionalvorstandsmitglied der Johanniter in Ostbayern Martin Steinkirchner dankte Sudler mit persönlichen Worten für ihren Verdienst „Jetzt ist dein letzter Arbeitstag doch gekommen. Lange haben wir gehofft, der Rentenbescheid möge nicht eintreffen“, sagte er mit einem Schmunzeln. Gleichzeitig betonte er den großen Einfluss, den sie auf die Hospizarbeit der Johanniter genommen habe: „Du hast den guten Geist für dieses Haus gelegt und wir hätten noch viele Jahre Sabine Sudler vertragen können. Ein ganz dickes herzliches Dankeschön für das, was du für uns, für die Region und die dir anvertrauten Personen geleistet hast.“
Auch die zahlreichen Grußrednerinnen und Grußredner würdigten den nachhaltigen Beitrag von Sabine Sudler für die Hospizarbeit in Ostbayern. So bezeichnete Dr. Helene Sigloch, Zweite Bürgermeisterin der Stadt Regensburg, die Eröffnung des Johannes-Hospiz als Meilenstein für die Region, die Frau Sudler entscheidend mitgestaltet hat. Weitere Anerkennung und Dank für ihr langjähriges Engagement sprachen ihr Franz Geiselhöringer, Dritter Bürgermeister der Gemeinde Pentling, Petra Seitzer, ehemalige Vorsitzende des Hospizvereins Regensburg, Harro Lührmann von der Lührmann-Stiftung sowie Julian Müller vom Landesvorstand der Johanniter in Bayern aus.
In ihrer Abschiedsrede zeigte sich Sabine Sudler gewohnt bescheiden. „Zuerst wollte ich diese Feierlichkeit nicht, aber ich wurde überstimmt“, sagte sie mit einem Lächeln. Zugleich betonte sie, wie wichtig Abschiede seien: „Es braucht Abschiede, um etwas Neues zu beginnen. Um sich auf etwas Neues einzulassen, muss man das Alte gut abschließen.“ Einen besonderen Stellenwert hätten für sie die Menschen gehabt, die sie während ihrer Zeit bei den Johannitern begleitet und unterstützt hätten. An Martin Steinkirchner und Petra Seitzer gerichtet sagte sie: „Ihr beide habt großes Vertrauen in mich, in meine Person und in mein Können gesetzt. Dieses Vertrauen gibt mir meine Stärke. Dafür bin ich euch beiden sehr dankbar.“
Die Verantwortung für das Johannes-Hospiz übernimmt künftig die langjährige Pflegedienstleitung Kristina Fröhler. Mit dem Wechsel beginnt für Sabine Sudler ein neuer Lebensabschnitt. Gemeinsam mit ihrem Mann zieht die 63-Jährige nach Spanien und möchte dort „noch so viele schöne Jahre wie möglich erleben“.
Pressemitteilung Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.