Der Mond schiebt sich vor einen Teil der Sonne. Die Bedeckung reicht von 90 Prozent in Freiburg bis zu 85 Prozent in Berlin. Wer das Naturschauspiel beobachten möchte, sollte seine Augen unbedingt richtig schützen.
Die partielle Sonnenfinsternis beginnt in Deutschland am Mittwochabend. Weil das Ereignis in die Zeit des Sonnenuntergangs fällt, kann die teilweise verdeckte Sonne vielerorts besonders eindrucksvoll erscheinen.
Trotzdem gilt: Ein direkter Blick in die Sonne mit ungeschützten Augen ist gefährlich. Die Netzhaut kann innerhalb kürzester Zeit schwer und dauerhaft geschädigt werden.
Als sicherste Möglichkeit gilt die indirekte Beobachtung mit einer Lochkamera, auch Camera obscura genannt. Dabei wird das Bild der Sonne auf eine Fläche projiziert.
Auch speziell für die Sonnenbeobachtung geeignete Schutzbrillen können verwendet werden. Geeignete Filter und Folien weisen eine optische Dichte von mindestens 5 auf. Dadurch gelangen maximal etwa 0,001 Prozent des Sonnenlichts hindurch.
Eine geeignete Sonnenfinsternis-Brille sollte nach der aktuell gültigen DIN EN ISO 12312-2:2015 gekennzeichnet sein und ein CE-Symbol tragen. Außerdem sollten Benutzungs- und Warnhinweise vorhanden sein.
Vor der Beobachtung sollte die Sonnenfinsternis-Brille genau geprüft werden. Die Filterfolie darf keine Kratzer, Löcher, Risse oder andere Beschädigungen aufweisen. Beschädigte Brillen dürfen keinesfalls verwendet werden.
Breite Bügel und ein guter Sitz am Gesicht helfen außerdem dabei, den Einfall von Streustrahlung in die Augen zu reduzieren.
Beim ungeschützten Blick in die Sonne treffen UV-Strahlung, sichtbares Licht und Infrarotstrahlung mit hoher Intensität auf das Auge. Sichtbares Licht und nahes Infrarot können dabei die Netzhaut erreichen.
Die Folgen können schwerwiegend sein: Das Sehvermögen kann dauerhaft eingeschränkt werden oder sogar vollständig verloren gehen. Besonders gefährlich ist, dass Schäden an der Netzhaut keinen akuten Schmerz verursachen. Betroffene bemerken eine Schädigung deshalb möglicherweise erst, wenn es bereits zu spät ist.
Die Sonne darf keinesfalls ungeschützt durch Ferngläser, Teleskope oder Kameras betrachtet werden. Diese Geräte bündeln die Sonnenstrahlen zusätzlich. Wer solche Geräte verwenden möchte, benötigt dafür spezielle Filter, die vor der Optik angebracht werden.
Von selbst gebauten Schutzlösungen wird ausdrücklich abgeraten. „Hausmittel“ wie rußgeschwärzte Gläser, schwarze Filmstreifen oder CDs sind für die Sonnenbeobachtung ungeeignet und gefährlich.
Auch normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz und dürfen für die direkte Beobachtung der Sonnenfinsternis nicht verwendet werden.