Als der 43-Jährige seinen Verwandten unweit eines Lagerfeuers auf dem Fest am 23. März 2025 in Parsberg (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) entdeckt habe, habe er ein Küchenmesser gegriffen, sagte Staatsanwältin Miriam Schmitt-Wüstenhagen. Damit habe er sich seinem Cousin von hinten genähert und diesem direkt ins Herz gestochen.
Das Opfer sei davon getaumelt, aber nach wenigen Metern reglos zu Boden gefallen, sagte Schmitt-Wüstenhagen. Anderen Feiernden gelang es demnach, den Angreifer festzuhalten und ihm das Messer abzunehmen.
Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus niedrigen Beweggründen und Heimtücke aus. Die Verteidigung zweifelt jedoch daran, dass diese Mordmerkmale erfüllt sind.
Es habe keinen einzigen Zeugen gegeben, der die Tat gesehen habe, sagte Verteidiger Maximilian Bär. Niemand habe gesehen, ob es nicht doch vorher eine Konfrontation gegeben habe, oder ob die Annäherung tatsächlich von hinten erfolgte.
dpa