Do., 10.12.2015 , 11:41 Uhr

Parsberg: Einbrüche nehmen zu

Auch im Zuständigkeitsbereich der PI Parsberg ist, entsprechend des derzeit allgemeinen Trends, in den letzten Wochen eine Zunahme von Wohnungseinbruchdiebstählen zu verzeichnen. Wie jeweils aktuell berichtet, wurden seit Jahresanfang in Dietfurt fünf, in Parsberg acht und in Velburg vier vollendete bzw. versuchte Einbruchdiebstähle angezeigt, wobei seit Anfang Oktober eine Häufung in diesem Phänomenbereich festzustellen ist.

Der oder die Täter gingen dabei meist mit brachialer Gewalt vor und hebelten in der Regel Fenster und Türen auf, um ins Hausinnere zu kommen; aber auch gekippte Fenster und hinterlegte Hausschlüssel ermöglichten den Tätern den leichten Zugang zu den Wohnanwesen. Entwendet wurde aus den Häusern fast ausschließlich Bargeld und Schmuck. Der Diebstahls- und oft auch der bei den Einbrüchen angerichtete Sachschaden sind dabei auf viele tausend Euro zu beziffern.

Die jeweilige Tatzeit konzentriert sich in den vorliegenden Fällen auf die Abenddämmerungszeit des Frühjahres bzw. des Herbst/Winters, in der die bereits einsetzende Dunkelheit den Eindringlingen Deckung bietet und die Wohnungseigentümer oft noch nicht zu Hause sind.

Die Täter, die  bei ihren Einbrüchen professionell vorgehen, offensichtlich gut organisiert und extrem mobil sind (Stichwort: Autobahnnähe), hinterlassen so gut wie keine verwertbaren Spuren oder Ermittlungsansätze.

Die Fahndungsmaßnahmen der örtlichen Polizei wurden verstärkt. Zusätzlich bittet die Polizeiinspektion Parsberg die Bürger im Dienstbereich zum einen um eigene, vorbeugende Maßnahmen (im persönlichen Verhalten und soweit möglich auch im Hinblick auf technische Vorrichtungen des Hauses) und darüber hinaus um die Unterstützung der Ermittlungsarbeit der Polizei durch Mitteilungen über konkrete Beobachtungen.

Obgleich die vorliegenden Einbruchszahlen des Jahres 2015 keine extreme Steigerung zu den Durchschnittswerten der Vorjahre darstellen, ist jeder Einbruch eine Tat zu viel.

 

Sichern sie also zum einen ihre Häuser und Wohnungen vor ungebetenem Besuch, schließen sie gekippte Fenster und ziehen sie ihre Haustüre nicht nur ins Schloss, sondern versperren sie diese und installieren sie z.B. abschließbare Fensterriegel, Lichtzeitschaltuhren im Gebäude oder Bewegungsmelder rund ums Haus.  Weitere wertvolle Tipps zur Sicherung ihres Eigentums erhalten auch unter www.k-einbruch.de und natürlich bei ihrer Polizei und deren Beratungsstellen der Kriminalpolizei Regensburg. Statistisch gesehen bleiben 40 % aller Einbruchstaten im Versuchsstadium stecken. Vorsorge macht also Sinn.

Die zweite, dringende Bitte: Teilen Sie konkrete Beobachtungen SOFORT ihrer Polizei mit. Notieren sie sich amtliches Kennzeichen und prägen sie sich das Aussehen der verdächtigen Personen ein. Auch ein Handyfoto kann sehr hilfreich sein. Behalten sie das Anwesen ihres abwesenden Nachbarn im Auge und informieren sie die Polizei umgehend über verdächtige Wahrnehmungen. Lieber eine Mitteilung zuviel als zuwenig.

PM/MF

Das könnte Dich auch interessieren

18.09.2026 Manching: Haftstrafen nach Diebstahl des keltischen Goldschatzes rechtskräftig Nach dem spektakulären Diebstahl des mehr als 2.000 Jahre alten keltischen Goldschatzes aus dem Kelten Römer Museum in Manching sind die Haftstrafen gegen vier Männer rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die vom Landgericht Ingolstadt verhängten Strafen in vollem Umfang bestätigt. Goldschatz mit mehr als 480 Münzen gestohlen Der Einbruch in das Kelten Römer Museum 18.09.2026 Mut beginnt im Alltag: Zivilcourage stärkt unsere Gesellschaft Schulen, Vereine und weitere Institutionen können ab sofort Informations- und Präventionsangebote zum Thema Zivilcourage nutzen. Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Sie beginnt häufig mit kleinen Gesten: aufmerksam sein, Hilfe organisieren, die Polizei verständigen oder Betroffene unterstützen. Gerade diese alltäglichen Handlungen tragen wesentlich dazu bei, Straftaten zu verhindern, Menschen zu schützen und 15.09.2026 Oberpfalz: Erschreckende Zahlen – jeder dritte tödlich verunglückte Autoinsasse war nicht richtig gesichert Zwölf Todesopfer waren nicht richtig gesichert Im Jahr 2025 kamen in der Oberpfalz 38 Menschen im Auto ums Leben. Zwölf von ihnen waren nicht angeschnallt oder nicht mit einer erforderlichen Kindersicherung geschützt. 2024 waren es noch drei Fälle. Damit hat sich die Zahl innerhalb eines Jahres vervierfacht. Polizeivizepräsident Erwin Frankl warnt angesichts dieser Entwicklung: „Diese 11.09.2026 Niederbayern: Sicher zur Schule – darauf achtet die Polizei zum neuen Schuljahr In Niederbayern verstärkt die Polizei zum Beginn des neuen Schuljahres ihre Maßnahmen für einen sicheren Schulweg. Unter dem bayernweiten Motto „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ sollen Kontrollen und Präventionsmaßnahmen helfen, Unfälle mit Kindern zu vermeiden. Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Regierungsbezirk 40 Schulwegunfälle. Dabei wurden 45 Kinder verletzt. Todesopfer gab es nicht.