Do., 06.06.2019 , 16:26 Uhr

Ostbayern: Tourismus ist Mehrwert für die Region

Am vergangenen Dienstag haben sich Unternehmer und Vertreter der Tourismusbranche im Marinaforum zum Ostbayerischen Tourismustag getroffen. Und dabei wurde eines deutlich: Der Tourismus hat einen wirtschaftlichen Faktor und ist Mehrwert für die Region. 

Ostbayerns Tourismusangebot ist vielfältig und die Region ein immer beliebteres Urlaubsziel – das belegen die in den letzten zehn Jahren stetig gestiegenen Zahlen der Tages- und Übernachtungsgäste. Über fünf Millionen Touristen waren vergangenes Jahr in der Region zu Gast. Am Ostbayerischen Tourismustag der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim und der IHK Niederbayern vergangenen Dienstag im Marinaforum in Regensburg diskutierten und informierten sich Unternehmer und Vertreter aus der Tourismusbranche über aktuelle Zahlen und Trends.

Ulrich N. Brandl, Vorsitzender des Tourismusausschusses der Regensburger IHK, forderte die Gäste auf, sich in der Vermarktung nicht nur auf den eigenen Betrieb zu fokussieren, sondern in Regionen zu denken: „Ein erfolgreiches Marketing kann nur funktionieren, wenn sich die Betriebe zusammenschließen und sich gemeinsam als attraktive Tourismusregion präsentieren.“ Dabei könne Ostbayern durchaus die Marke „Bayern“ auch für sich beanspruchen.

Dr. Michael Braun, Geschäftsführer des Tourismusverbands Ostbayern e.V., sprach über die Bedeutung der Digitalisierung in der Customer Journey: „Gerade während der Urlaubsvorbereitung ist analoges Informationsmaterial nach wie vor wichtig, dennoch wird auch in diesem Bereich die Digitalisierung weiter zunehmen.“ Vor allem im Segment der Kurzurlaubsreisen (zwei bis vier Tagen) dominiert die Onlinebuchung. Bei 80 Prozent dieser Reiseform werde mindestens eine Leistung digital gebucht.

Querschnittsbranche Tourismus

Aktuelle Daten zum Wirtschaftsfaktor Tourismus in der Oberpfalz und Niederbayern präsentierten die IHK-Expertinnen Silke Auer (IHK Regensburg) und Daniela Hausteiner (IHK Niederbayern). In Ostbayern lag die Wertschöpfung 2017 bei 4,8 Milliarden Euro (Oberpfalz: 2,2 Milliarden Euro, Niederbayern: 2,6 Milliarden Euro). „Davon profitieren nicht nur Tourismusunternehmen“, so Auer. Der größte Anteil gehe an die Hotellerie und das Gastgewerbe, doch auch der Handel und Dienstleister profitieren, wenn Gäste in der Region einkaufen oder Freizeitaktivitäten buchen. Dort wo Tourismus boomt, würden Investitionen beispielsweise in die Infrastruktur begünstigt, Arbeitsplätze geschaffen und die Lebensqualität gesteigert.

Manfred Eichberger, Geschäftsführer der Eichberger Schiffservice GmbH in Passau, berichtete über die Entwicklung des Flusskreuzfahrtourismus auf der Donau: „In den letzten Jahren ist der Anteil an Kreuzfahrten in Passau explosionsartig gewachsen.“ Die Touristenschiffe bringen die Wertschöpfung wiederum in die Stadt. Gerade die englischsprachigen Kunden seien bereit viel Geld zu zahlen, würden dafür aber eine hohe Qualität – sowohl auf dem Schiff als auch an Land – erwarten.

Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, präsentierte die Angebote und Einrichtungen des ältesten Nationalparks Deutschlands mit jährlich rund 1,3 Millionen Gästen. Leibl betonte den positiven Effekt für die Bürger vor Ort: „Laut einer aktuellen Umfrage sind 76 Prozent der Einheimischen überzeugt, dass der Nationalpark Bayerischer Wald positive ökonomische Effekte für die Region schafft.“

 

Pressemitteilung IHK Oberpfalz / Kelheim

Das könnte Dich auch interessieren

03.03.2026 Regensburg: Tag der Archive 2026 am 6. und 7. März Unter dem bundesweiten Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ öffnen staatliche, kommunale, kirchliche und private Archive ihre Türen und gewähren Einblicke in ihre Arbeit und Bestände. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Angebot mit Führungen, Präsentationen und Vorträgen. Führungen am 6. März: Spitalarchiv, Universitätsarchiv und Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv Am Freitag, 6. März 2026, 03.03.2026 Regensburg: Jeder zehnte Arbeitnehmer suchtgefährdet – Caritas setzt klares Zeichen In Deutschland gilt jeder zehnte Arbeitnehmer als suchtgefährdet. Suchtprobleme machen damit auch vor Werkstoren und Bürotüren nicht halt. Die Folgen sind spürbar: mehr Fehlzeiten, mehr Arbeitsunfälle und sogar Frühverrentungen. Der bundesweite wirtschaftliche Schaden liegt laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen bei über 30 Milliarden Euro . Bei der Fachambulanz für Suchtprobleme im Caritasverband Regensburg ist nun 23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 23.02.2026 75 Jahre Krones: Vom Neutraublinger Handwerksbetrieb zum globalen Technologiepartner