Di., 09.03.2021 , 16:34 Uhr

„Ostbayern sieht Schwarz“: Perspektiven für Familien und Unternehmen gefordert

Eine regionale Initiative fordert Perspektiven für Familien und Unternehmen. Dahinter stehen Unternehmen aus Ostbayern, die eine Mitmachplattform für Menschen aus der Region ins Leben gerufen haben. Aufgrund der Grenzlage zu Tschechien sei die Region Ostbayern wie keine andere Region in Deutschland von hohen Inzidenzen betroffen. Laut den Initiatoren würden sich die Maßnahmen der Bundesregierung und auch der Bayerischen Staatsregierung ausschließlich auf den Inzidenzwert fokussieren und dadurch der Region Ostbayern die dringend benötigte Perspektive nehmen.

Die Initiative fordert die Öffnung der Schulen und Kitas zur Entlastung der Familien, eine Perspektive für Hotellerie, Gastronomie und den Tourismus, sowie eine "Click & Meet"-Öffnung aller Einzelhandelsunternehmen unter der Berücksichtigung der Inzidenz ab 50.

Start der Aktion ist morgen (10.3.) zur Symbolischen Uhrzeit 5 vor 12. Weitere Informationen finden Sie unter anderem hier: http://www.ostbayern-sieht-schwarz.de

 

Die Mitteilung der Initiative

Unternehmen aus Ostbayern starten die Initiative „Ostbayern sieht Schwarz – Wir brauchen jetzt Perspektiven“ und bieten über www.ostbayern-sieht-schwarz.de eine Mitmachplattform für alle Menschen aus der Region.


Der ostbayerische Raum von Hof bis Passau, von Oberfranken, der Oberpfalz bis Niederbayern, ist aufgrund seiner Grenzlage zum Corona Hotspot Tschechien wie keine andere Region in Bayern und Deutschland von hohen Inzidenzen betroffen. Die Maßnahmen der Bundesregierung sowie der Bayerischen Staatsregierung fokussieren sich ausschließlich auf diesen Inzidenzwert und nehmen dadurch der kompletten Region Ostbayern - all ihren Bewohnern, Familien, Kindern, Schülern und Unternehmen - die so dringend benötigte Perspektive. Familien zerreißen sich förmlich, um allen Ansprüchen gerecht zu werden. Mütter, Lehrer und Erzieher sorgen sich gleichermaßen um das Wohl und um die Ausbildung der Kinder, die vom aktuellen Lockdown besonders hart getroffen werden. Und auch Einzelhandel, Gastronomie sowie Hotellerie werden durch die jetzigen Regelungen unverhältnismäßig stark belastet.

Zudem sorgen die willkürlichen Maßnahmen für eine massive Wettbewerbsverzerrung und stoßen auf großes Unverständnis. Die nicht nachvollziehbaren Entscheidungen hinsichtlich der Öffnung von Geschäften führen aktuell zu einem Chaos an Regelungen sowie zu einem steigenden Unmut bei allen Betroffenen. Baumärkte, Gartenmärte und 1-Euro-Läden dürfen ohne Inzidenzwert geöffnet werden. Auf der anderen Straßenseite müssen Möbelhäuser, Modehäuser, Elektrofachmärkte oder Fahrradgeschäfte weiterhin geschlossen bleiben.
Die gegebenen Optionen, wie zum Beispiel „Click & Collect“, sind nur minimalste Zugeständnisse und für die betroffenen Unternehmen leider keine lebenserhaltenden Maßnahmen. Nach fast drei Monaten - des nun bereits zweiten Lockdowns - sind es schwerwiegende und existenziellen Sorgen, die uns veranlassen, auf unsere besondere und bedrückende Situation in Ostbayern hinzuweisen. Unsere Familien und die vom Lockdown betroffenen Unternehmen brauchen eine Perspektive. Jetzt!

Unsere Forderungen an die Bayerische Staatsregierung:
Öffnung der Kitas und Schulen zur Entlastung unserer Familien in Ostbayern
Eine sofortige „Click & Meet“ Öffnung aller Einzelhandelsunternehmen unter Berücksichtigung der Inzidenz ab 50
Eine Perspektive für Hotellerie, Gastronomie und den gesamten Tourismus der Regionen

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche und pragmatische Maßnahmen. Wir müssen jetzt alle zusammenhalten, um unsere Familien zu unterstützen und die vom Lockdown betroffenen Unternehmen zu retten. Wir alle sind bereit, unseren Beitrag zum Gesundheitsschutz und der weiteren Bekämpfung der Pandemie zu leisten - gemeinsam und im Rahmen von Fairness. Doch wir brauchen dazu den Mut, Pragmatismus und das Vertrauen der Politik. Jetzt!

Pressemitteilung / MF

 

 

 

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