Mit circa 90 Prozent hat die Delta-Variante des Coronavirus in Großbritannien bereits den größten Anteil an den aktuell auftretenden Infektionen. In Deutschland ist diese sogenannte indische Mutante zwar noch relativ selten, trotzdem gibt es bereits diagnostizierte Fälle – auch in Ostbayern.
Die aktuellen Coronainfektionen mit Mutanten werden auch auf der Seite des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erfasst.
Die meisten Fälle der Delta-Variante in unserer Region gibt es in Stadt und Landkreis Regensburg. Laut eines Sprechers des Landratsamts Regensburg gebe es insgesamt 16 Fälle, davon 6 in der Stadt und 10 im Landkreis Regensburg. Aktuell sind noch 9 Fälle für den Landkreis Regensburg und 1 Infektion für die Stadt Regensburg angegeben.
Von den 16 Personen seien 2 einmal geimpft (1x AstraZeneca, 1x Biontech), die anderen hätten keine Impfung gehabt.
Beim Landkreis handle es sich um vereinzelte Fälle verteilt auf unterschiedliche Landkreisgemeinden.
Dem Gesundheitsamt am Landratsamt Cham wurde bisher ein Fall der Delta-Variante (B 1.617.2) per Genomsequenzierung gemeldet. Das bestätigt ein Sprecher auf Nachfrage. Weitere Fälle seien bisher nicht gemeldet worden.
Einzig im Landkreis Kelheim ist bislang noch keine Infektion mit der indischen Mutante bekannt.
In Großbritannien verbreitet sich die hochansteckende, zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante rapide und macht mittlerweile mehr als 90 Prozent der Fälle aus. Deshalb hat die Bundesregierung Großbritannien erneut als Virusvariantengebiet eingestuft, sodass nach der Einreise von der Insel nach Deutschland 14 Tage Quarantänepflicht gelten.
Einer Datenanalyse im Auftrag der Regierung zufolge lag das Wachstum zwischen dem 3. Mai und dem 7. Juni bei 50 Prozent. Der Zeitraum stimme mit der Verbreitung von Delta überein, teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag mit. Treiber seien junge und meist ungeimpfte Menschen.
Bislang sind vier Mutanten des Coronavirus bekannt. Hier ein Überblick: