Mo., 02.03.2020 , 15:36 Uhr

Ostbayern: Luchsmanagement im Dreiländereck

Die Bestandszahlen der Luchse in Bayern zeigen für 2019 einen leichten Aufwärtstrend. Das Luchsvorkommen in Ostbayern ist eine von nur drei Populationen deutschlandweit. Trotz leicht positiver Entwicklung bleiben Luchse stark gefährdet. Als Risikofaktoren gelten unter anderem illegale Nachstellungen und Wildunfälle im Straßenverkehr.

 

Für das Monitoringjahr von Mai 2018 bis April 2019 wurden in Bayern 60 selbständige Luchse und 26 Jungtiere nachgewiesen. Ein Großteil davon ist grenzüberschreitend in Deutschland, Österreich und Tschechien unterwegs. 49 Luchse, davon 17 Jungtiere, halten sich überwiegend in Bayern auf. Ein wichtiger Gradmesser für den Zustand der Polulation ist die Anzahl der Weibchen mit Nachwuchs. Nach Jahren der Stagnation ist seit kurzem wieder eine leichte Zunahme und Ausbreitung des Bestandes erkennbar.

Um ein Gesamtbild der Verbreitung über die Ländergrenzen hinweg zu erhalten, starteten Deutschland, Österreich und Tschechien 2017 das Projekt 3Lynx innerhalb des EU-Förderprogramms Interreg Central-Europe. Wildkameras nehmen die Luchse auf, um ihren Bestand nachvollziehen zu können. Um Doppelzählungen zu verhindern und Wanderungen grenzüberschreitend zu erfassen, werden die Daten von Wissenschaftlern aller Partner gemeinsam ausgewertet. Durch die Abstimmung über die Staatsgrenzen hinweg, soll ein effektives Luchsmanagement gewährleistet werden.

Bayerisches Landesamt für Umwelt

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