Mi., 10.07.2019 , 16:38 Uhr

Ostbayerisches Handwerk auch im 2. Quartal optimistisch

Während die exportabhängige Industrie gerade von einer Konjunkturdelle spricht, knüpft das ostbayerische Handwerk mit ausgezeichneten Konjunkturdaten an erfolgreiche Quartale aus dem Spitzenjahr 2018 an. Lediglich fünf Prozent der Handwerksbetriebe haben bei der Umfrage zum 2. Quartal 2019 der Handwerkskammer angegeben, mit ihrer Geschäftslage unzufrieden zu sein.

„Das ist der niedrigste Wert seit knapp 30 Jahren und spiegelt die ausgezeichnete konjunkturelle Lage im Moment wider“, kommentiert Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, den aktuellen Konjunkturbericht.

Bau- und Lebensmittelgewerbe besonders stark

94 Prozent der Befragten gehen sogar davon aus, dass sich ihre Geschäftslage in den kommenden drei Monaten fortsetzen oder nochmal verbessern wird. „Stark ist das Geschäftsklima weiterhin speziell im Baubereich, aber auch im Lebensmittelgewerbe und im Gesundheitsgewerbe ist der Index im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen“, sagt Jürgen Kilger. Ausnahme bilde das Kfz-Gewerbe, dort profitierten deutlich weniger Betriebe von der starken privaten Nachfrage.

Gesteigerte Umsatzzahlen und höhere Verkaufspreise

Die Auftragslage im Handwerk ist sehr gut, die Betriebsauslastung hat erneut angezogen und erreicht im Langzeitvergleich einen neuen Höchststand. Mit Konsequenzen für die Verbraucher: Im Durchschnitt wartet man in Ostbayern 11,7 Wochen auf einen Handwerker. Mit dieser Entwicklung geht eine hohe Umsatzdynamik einher: Laut Umfrage hat rund ein Drittel der Betriebe seine Umsatzzahlen gesteigert. Eine ähnliche Entwicklung ist auch bei den Verkaufspreisen auszumachen, die ein Viertel der Betriebe erhöht hat.

Positiver Blick in die Zukunft

„Weiterhin profitieren große Teile des Handwerks in Niederbayern und der Oberpfalz von einer sehr hohen Nachfrage. Dabei schlägt sich die stabile Binnenkonjunktur auch in den Zahlen des ostbayerischen Handwerks nieder“, bilanziert Jürgen Kilger. Das ostbayerische Handwerk sei optimistisch, dass die positive Entwicklung anhalte. „Dabei ist es aber auf eine robuste Gesamtwirtschaft und eine weiterhin starke Inlandsnachfrage angewiesen.“ Nach Anzeichen einer sich abschwächenden Gesamtkonjunktur erwarte man die richtigen Impulse von der Politik.

 

Pressemitteilung Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz

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