Do., 14.04.2016 , 12:55 Uhr

Ostbayerische Handwerker so optimistisch wie lange nicht

„Der positive Trend der ostbayerischen Handwerkskonjunktur setzt sich nach einem erfolgreichen Jahr 2015 weiter fort. Die Handwerksbetriebe in Niederbayern und der Oberpfalz zeigen sich im langfristigen Trend mit ihrer Geschäftslage recht zufrieden“, fasst Bereichsleiter Alexander Stahl den aktuell vorgelegten Konjunkturbericht zum 1. Quartal 2016 der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zusammen. Der Blick der Betriebe in die Zukunft sei so optimistisch wie seit Jahren nicht mehr. „Ausschlaggebend dürften dafür unter anderem die Prognosen beim Umsatz und bei den Auftragseingängen sein. Folglich bleibt die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern weiter hoch“, so Stahl weiter. „Neue Mitarbeiter zu finden und bestehende zu halten – das wird die zentrale Herausforderung für Handwerksbetriebe bleiben.“

 

Zweitbester Geschäftsklima-Index im 1. Quartal seit mehr als 20 Jahren

Für das Gesamthandwerk war im vergangenen Quartal der Geschäftsklima-Index von 28 auf 32 Prozentpunkte gestiegen. Das ist der zweitbeste Wert des 1. Quartals seit über 20 Jahren: 89 Prozent der Betriebe bezeichneten in der Umfrage ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Maßgeblichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hatten das Ausbaugewerbe mit einem Plus von sechs Prozentpunkten zum Vorquartal, das Bauhauptgewerbe mit 14 Prozentpunkten sowie das Gesundheitsgewerbe mit 34 Prozentpunkten. In den Handwerken für den gewerblichen Bedarf gab der Index zuletzt etwas nach.

 

Hohe Auslastung und gestiegene Verkaufspreise

Mit 24 Prozent meldeten verhältnismäßig wenige Betriebe rückläufige Auftragseingänge in den Wintermonaten. Von einer sehr hohen Auslastung berichteten fast alle Betriebe, insbesondere das Ausbaugewerbe, die Handwerke für den gewerblichen Bedarf sowie das Kraftfahrzeuggewerbe. Im Bauhauptgewerbe war die Betriebsauslastung saisonbedingt noch verhalten und blieb hinter den Werten des Vergleichszeitraums im letzten Jahr zurück. Höhere Verkaufspreise konnten die Betriebe mehrheitlich in allen Branchen durchsetzen. Im Kraftfahrzeuggewerbe gab es den größten Anteil an Betrieben mit Zuwächsen bei den Verkaufspreisen.

 

Betriebe erwarten steigende Aufträge und Umsätze

Nur sieben Prozent der Betriebe bewerteten ihre Erwartungen für die nächsten drei Monate als schlecht – das ist der niedrigste Wert seit 25 Jahren. In der Konjunkturumfrage gaben die meisten Betriebe an, dass sie in den nächsten drei Monaten mit steigenden Auftragseingängen und wachsenden Umsätzen rechnen. Auch einen Anstieg der Verkaufspreise prognostizierte fast jeder vierte Betrieb. Rund ein Fünftel aller Handwerksbetriebe plant, in nächster Zeit neue Mitarbeiter einstellen.

 

Pressemitteilung/MF

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