Mo., 19.10.2026 , 16:14 Uhr

Olympia 2036: Wie schnell kann Bayern bauen?

München soll schon für die Sommerspiele 2036 bereit und fit sein. Dafür kündigen Markus Söder und Münchens OB Dominik Krause die nächsten Schritte an.

Die Macher der Münchner Sommerspiele-Bewerbung wollen mit einem Olympia-Gesetz die Umsetzung ihrer Pläne forcieren. Das Gesetzesvorhaben solle „so schnell wie möglich“ auf den Weg gebracht werden, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Ziel sei es, schon für eine Olympia-Austragung im Jahr 2036 fit zu werden.

Söder: Baurecht und Planung beschleunigen

Der CSU-Vorsitzende kündigte an: „Wir werden im Landesrecht alles beschleunigen für Olympia, was Baurecht und Planung ist“. München und Bayern erwarten laut Söder auch vom Bund einen vergleichbaren gesetzlichen Rahmen für das deutsche Olympia-Projekt. Söder mahnte: „Auch hier müssen Rechtswege beschleunigt werden für Olympia, damit es keine endlosen Instanzen gibt“.

München im Rennen um 2036

München hatte sich im nationalen Wettbewerb um die deutsche Kandidatur für Olympia und Paralympics 2036, 2040 oder 2044 durchgesetzt. Im Rennen um die Spiele 2036 nannte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Katar, Indien, Südkorea, Ungarn, die Türkei und Südafrika als Konkurrenten. Söder erklärte: „2036 ist viel ambitionierter als es 2040 wäre. Aber 2036 könnte einfacher sein, weil so viele noch nicht bereit sind“.

Krause: Schnelle Schritte bei der Infrastruktur

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause drängt auf schnelle Schritte vor allem bei den nötigen Infrastrukturmaßnahmen. Der Grünen-Politiker verwies erneut auf eine spürbare Olympia-Begeisterung in der Stadt. Krause sagte: „Schon jetzt hat es angefangen, dieses Feuer zu entfachen. Unsere Aufgabe ist es, dass es weiter ins Lodern kommt“.

Stabsstelle, Kabinett und Kommission

München werde bei der Stadt eine Stabsstelle für die Olympia-Bewerbung einrichten. Zudem solle es ein Olympia-Kabinett und eine Olympia-Kommission für die weitere Abstimmung mit Behörden und Politik geben. Für den März 2027 strebe München die Gründung einer Bewerbungsgesellschaft an.

Bewerbungskosten: 18 bis 20 Millionen Euro

Krause bezifferte die Kosten für die Münchner Bewerbung insgesamt auf 18 bis 20 Millionen Euro. Das sei deutlich weniger als beim letzten Anlauf, als München sich vergeblich um Winterspiele bemüht hatte. Krause versprach, dass es wegen der Olympia-Bewerbung keine Kürzungen im sozialen oder kulturellen Bereich in München geben werde.

Söder zur Wirkung einer Kandidatur

Auch Söder betonte einmal mehr die positive Wirkung einer erfolgreichen Kandidatur um Sommerspiele. Er sagte: „Das wird für München und Bayern, wenn alles klappen sollte, einen Riesensprung nach vorn geben“.

dpa / MF

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