Mo., 08.08.2022 , 12:52 Uhr

Obertraubling: Betrunkener bremst Güterzug aus

In der Nacht von Freitag auf Samstag (6. August) hat sich ein betrunkener Mann in Lebensgefahr gebracht. Der 36-jährige Deutsche überquerte am Bahnhof Obertraubling verbotenerweise die Gleise und verursachte dadurch die Schnellbremsung eines durchfahrenden Güterzuges.

Gegen 01:20 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Bahn das Bundespolizeirevier Regensburg über einen mutmaßlichen Personenunfall am Bahnhof Obertraubling. Eine herbeigeeilte Bundespolizei-Streife fand den 36-Jährigen bei der ausgebremsten Lok vor. Er war glücklicherweise unverletzt. Der Lokführer des Güterzuges hatte gerade noch rechtzeitig eine Schnellbremsung eingeleitet und einen Unfall verhindert.

Eigenen Angaben zufolge war der Mann auf dem Nachhause-Weg von einem Rockfestival in Obertraubling. Der 36-jährige Deutsche wirkte desorientiert und fand anscheinend nicht den richtigen Heimweg: Ein Alkoholtest ergab 2,32 Promille. Zur weiteren Untersuchung wurde der Mann mit einem Rettungswagen ins St. Josef Krankenhaus gebracht. Die Bahnstrecke wurde um 02:20 Uhr durch den Notfallmanager der Bahn wieder freigegeben. Durch das Ereignis kam es zu Behinderungen im Zugverkehr.

Die Bundespolizei warnt Partygänger: Das unberechtigte Betreten von Bahngleisen ist nicht nur lebensgefährlich, sondern auch strafbar. Herannahende Züge sind oft kaum zu hören und haben einen langen Bremsweg. Leichtsinniges Verhalten kann zu schwerwiegenden Unfällen führen.

Nur die schnelle Reaktion des Lokführers verhinderte im hiesigen Fall eine Katastrophe.

Die Bundespolizei Waldmünchen leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.

 

Bundespolizeiinspektion Waldmünchen / MB

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