Sa., 21.03.2020 , 10:56 Uhr

Oberpfalz/Regensburg: Krisengespräch mit Spitzen der Wirtschaft

Krisengespräch mit Spitzen der Oberpfälzer Wirtschaft

Regierungspräsident informiert HWK, IHK und vbw insbesondere über Stand und Umsetzung der Corona-Soforthilfe

 

Zu einem Krisengespräch über die Situation der Oberpfälzer Wirtschaft zu Zeiten der Corona-Pandemie lud Regierungspräsident Axel Bartelt am heutigen Freitag unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen die Spitzen der Verbände und Kammern. Mit dabei waren Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz sowie der Geschäftsführer Alexander Stahl, Dr. Jürgen Helmes, Hauptgeschäftsführer der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim sowie Johannes Helmberger, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberpfalz, mit Geschäftsführer Hermann Brandl, die den Regierungspräsidenten insbesondere über die Auswirkungen der Coronakrise auf Oberpfälzer Unternehmen informierten.

Kernthema des Treffens bildete die am vergangenen Dienstag (17.03.) vom Bayerischen Wirtschaftsministerium aufgelegte Corona-Soforthilfe, die von Oberpfälzer Unternehmen bei der Regierung der Oberpfalz beantragt werden kann. Um dem erwartet hohen Zuspruch gerecht werden zu können, wurde für die schnellstmögliche Bearbeitung von derzeit über 6.000 Anträgen (Stand: 20.03.) an der Regierung eine eigene Task-Force gegründet, die auch über das Wochenende im Einsatz sein wird. „Die Ausreichung der ersten Geldmittel innerhalb von nur drei Tagen war eine Herkulesaufgabe. Nur durch eine beeindruckende Teamleistung können wir mit dem heutigen Freitag bereits rund 250 Anträge auf Soforthilfe mit einem Volumen von fast 1,8 Millionen Euro auszahlen“, bekräftigte Regierungspräsident Axel Bartelt.

Die Spitzen der Kammern und Verbände begrüßten die Corona-Soforthilfe ausdrücklich. Die Situation sei extrem schwierig und existenzgefährend für viele Branchen, insbesondere Solo-Unternehmen. In diesem Rahmen appellierten sie gemeinsam mit Regierungspräsident Axel Bartelt jedoch an potentielle Antragsteller, die Hilfe wirklich nur dann zu beantragen, wenn sie existentiell notwendig ist und insbesondere die in den Förderrichtlinien genannten Voraussetzungen vorliegen. Das heißt: nur bei einer existenzbedrohlichen wirtschaftlichen Schieflage bzw. bei massiven Liquiditätsengpässen, die unmittelbar durch die Corona-Pandemie ausgelöst worden sind. „Bei der Soforthilfe geht es darum, Menschen zu helfen, die wirklich durch die Corona-Pandemie in Not geraten sind, und keinen Trittbrettfahrern, die sich in dieser Notsituation wirtschaftlich bereichern wollen.“ Beim Antrag ist daher auch eine eidesstattliche Versicherung notwendig. Bewusst missbräuchliche Antragstellung oder bewusst falsche Angaben werden entsprechend geahndet.

Hinweis:

Die Regierung der Oberpfalz bittet darum, Anträge auf „Soforthilfe Corona“ per Email an das Funktionspostfach Corona-Soforthilfe-fuer-Unternehmen@reg-opf.bayern.de zu senden. Sofern der Antrag auf „Soforthilfe Corona“ nur in Papierform bei der Regierung der Oberpfalz abgeben werden kann, steht ein Briefkasten links neben dem Haupteingang am Regierungsgebäude zur Verfügung. Der Briefkasten wird täglich mehrmals geleert. Weitere Informationen sowie das Antragsformular zur „Soforthilfe Corona“ bekommen Sie über die Webseite der Regierung der Oberpfalz (www.regierung.oberpfalz.bayern.de).

 

 

Pressemitteilung der Regierung der Oberpfalz

Das könnte Dich auch interessieren

03.03.2026 Regensburg: Tag der Archive 2026 am 6. und 7. März Unter dem bundesweiten Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ öffnen staatliche, kommunale, kirchliche und private Archive ihre Türen und gewähren Einblicke in ihre Arbeit und Bestände. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Angebot mit Führungen, Präsentationen und Vorträgen. Führungen am 6. März: Spitalarchiv, Universitätsarchiv und Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv Am Freitag, 6. März 2026, 03.03.2026 Regensburg: Jeder zehnte Arbeitnehmer suchtgefährdet – Caritas setzt klares Zeichen In Deutschland gilt jeder zehnte Arbeitnehmer als suchtgefährdet. Suchtprobleme machen damit auch vor Werkstoren und Bürotüren nicht halt. Die Folgen sind spürbar: mehr Fehlzeiten, mehr Arbeitsunfälle und sogar Frühverrentungen. Der bundesweite wirtschaftliche Schaden liegt laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen bei über 30 Milliarden Euro . Bei der Fachambulanz für Suchtprobleme im Caritasverband Regensburg ist nun 23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 23.02.2026 75 Jahre Krones: Vom Neutraublinger Handwerksbetrieb zum globalen Technologiepartner