Unter Federführung des Polizeipräsidiums Oberpfalz fand am Donnerstag, 15. Oktober 2026, der mittlerweile zwölfte Oberpfälzer Kontrolltag statt. Mehr als 200 Polizeikräfte waren im gesamten Regierungsbezirk im Einsatz, um die Verkehrssicherheit in der Oberpfalz zu verbessern.
Mit stationären und mobilen Kontrollstellen wollten die Einsatzkräfte Verkehrsteilnehmer für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren und Verstöße konsequent ahnden.
Im Mittelpunkt standen Geschwindigkeitskontrollen, der technische Zustand von Fahrzeugen, die Einhaltung des Sicherheitsabstands und die Fahrtüchtigkeit der Fahrer. Auch Lastwagen und der grenzüberschreitende Personen- und Güterverkehr wurden intensiv überprüft.
Die Bilanz des Kontrolltags am 15. Oktober zeigt zahlreiche Verstöße. Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte rund 330 Fahrzeuge und etwa 750 Personen. Bei der Geschwindigkeitsüberwachung erfassten sie rund 580 Anzeigen und Ordnungswidrigkeiten.
In fünf Fällen stellten die Beamten bei Fahrzeugkontrollen fest, dass die Fahrer zuvor berauschende Mittel konsumiert hatten.
Auch der Schwerverkehr stand im Fokus der Kontrollen. Die Einsatzkräfte überprüften etwa 70 Fahrzeuge und stellten dabei in rund 25 Fällen Verstöße fest. Diese betrafen unter anderem die Ladungssicherung, das Fahrpersonalrecht, das Gefahrgutrecht und das Güterkraftverkehrsrecht. Die Verstöße wurden zur Anzeige gebracht.
Bereits in den drei Wochen vor dem Kontrolltag hatte die Polizei ihre Kontrollen mit dem Schwerpunkt Drogen im Straßenverkehr verstärkt.
Dabei überprüften die Einsatzkräfte mehr als 800 Fahrzeuge und rund 1.000 Personen. Bei 36 Personen stellten sie eine Ordnungswidrigkeit nach dem Straßenverkehrsgesetz wegen einer Fahrt unter Drogeneinfluss fest.
In sechs weiteren Fällen lag der gemessene Atemalkoholwert über 0,25 Milligramm pro Liter. Das entspricht ungefähr 0,5 Promille.
Gegen vier Personen wird wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr ermittelt. Dabei handelt es sich um einen Straftatverdacht, der ein Strafverfahren nach sich zieht und in der Regel auch zur Sicherstellung des Führerscheins führt.
Insgesamt unterbanden die Einsatzkräfte im Rahmen der Schwerpunktkontrollen 41 Weiterfahrten. In einem Fall wurde zudem ein Fahrzeug sichergestellt.
Neben Alkohol und Drogen am Steuer ahndete die Polizei weitere Verstöße. In zehn Fällen stellten die Beamten die unerlaubte Nutzung elektronischer Geräte während der Fahrt fest.
Sechs Personen wurden verwarnt, weil sie den vorgeschriebenen Sicherheitsgurt nicht angelegt hatten.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Kontrollen unterschiedliche Gefahrenquellen im Straßenverkehr abdecken – von überhöhter Geschwindigkeit über mangelnde Fahrtüchtigkeit bis hin zu Verstößen gegen grundlegende Sicherheitsvorschriften.
Ein wichtiger Bestandteil des Kontrolltags war die Zusammenarbeit verschiedener Behörden und Organisationen. Neben zahlreichen Polizeibeamten beteiligten sich der Zoll, das Bundesamt für Logistik und Mobilität, die Staatsanwaltschaft, das Veterinäramt und das Technische Hilfswerk an den Maßnahmen.
Durch die behördenübergreifende Zusammenarbeit konnten unterschiedliche Bereiche der Verkehrssicherheit und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften überprüft werden.
Mit der sogenannten „Vision Zero“ verfolgt Bayern das Ziel, die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden bis 2030 deutlich zu reduzieren. Neben Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur spielt die konsequente Verkehrsüberwachung dabei eine wichtige Rolle.
Das Polizeipräsidium Oberpfalz will deshalb auch künftig mit gezielten Kontrollen und Präventionsmaßnahmen die Verkehrssicherheit erhöhen. Der zwölfte Oberpfälzer Kontrolltag und die vorangegangenen Schwerpunktkontrollen sollen dazu beitragen, Gefahren frühzeitig zu erkennen, Verstöße zu ahnden und Verkehrsunfälle zu verhindern.
PP Oberpfalz