Fr., 21.10.2022 , 17:38 Uhr

Oberpfalz: Netzwerktreffen - Was tun bei traumatisierten Kindern aus der Ukraine?

Ein Netzwerktreffen für Schule und Kita hat es an der Regierung der Oberpfalz gegeben. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie man mit traumatisierten Kindern umgeht, die aus der Ukraine geflohen sind.

Mit den rund 12.000 Schutzsuchenden aus der Ukraine sind auch viele Kinder in der Oberpfalz angekommen. Rund 250 besuchen die Vorschule, fast 1.000 die Grundschule. Die Fluchterlebnisse, die hinter den Kindern liegen, können sie traumatisiert haben. Wie der Traumatisierung fachlich und pädagogisch begegnet werden kann, war Schwerpunktthema eines Netzwerktreffens mit Experten aus dem Bereich Schulen und Kita.

Die Netzwerkveranstaltung zur Qualitätsentwicklung im Bereich der Kooperation zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen findet in der Regel jährlich an der Regierung der Oberpfalz statt und dient dazu, die Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen zu intensivieren und die Übergänge für die Kinder und ihre Familien zu erleichtern. Eingeladen sind jeweils die zuständigen Schulaufsichtsbeamtinnen und –beamten an den Staatlichen Schulämtern, die Fachberatungen der Kindertagesstätten an den Jugendämtern sowie die Kooperationsbeauftragten für den Elementar- und Primarbereich der Staatlichen Schulämter.

Veranstaltet wurde das Treffen in Kooperation der Schulabteilung, vertreten durch Sabine Voggenreiter, mit der Fachaufsicht für Kindertageseinrichtungen, Diplom-Sozialpädagogin Astrid Krüger und Diplom-Sozialpädagogin Bettina Baltha.

Das qualifizierte Referententeam bestehend aus Siegfried Hümmer, Zentraler Schulpsychologe für Grund- und Mittelschulen und Landeskoordinator des Kriseninterventions- und bewältigungsteams bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, Barbara Gierth, Zentrale Schulpsychologin für Grund- und Mittelschulen der Staatlichen Schulberatungsstelle sowie Astrid Klebl, Staatliche Schulpsychologin an den Staatlichen Schulämtern in der Stadt und im Landkreis Regensburg, referierten zu der Frage, wie Kinder, die durch Flucht- und Kriegserfahrungen traumatisiert sind, pädagogische Unterstützung erhalten und in Kita und Grundschule gut integriert werden können. Bei dem Austausch wurde deutlich, dass das Fachpersonal an Kitas und Schulen bei der Begleitung und Integration von Kindern aus der Ukraine eine entscheidende Rolle spielt.

Durch das Referententeam wurden wissenschaftliche Hintergründe zur Entwicklung einer Traumatisierung erläutert. Anschließend wurden grundlegende Prinzipien der Traumapädagogik vorgestellt sowie Handlungsfelder, innerhalb derer das Fachpersonal an Schulen und Kitas den betreffenden Kindern professionell und unterstützend begegnen kann. Weiterhin wurden einfach umzusetzende hilfreiche Tipps für den Betreuungs- und Schulalltag mit den geflüchteten Kindern gegeben.

 

Regierung Oberpfalz

 

Das könnte Dich auch interessieren

13.03.2026 Maxhütte-Haidhof: Knochenfund gibt Rätsel auf – Kripo ermittelt wegen ungeklärtem Todesfall Am Freitag, 20. Februar 2026, sind bei Waldarbeiten in einem Waldstück bei Ibenthann menschliche Knochen entdeckt worden. 13.03.2026 Heute Abend im Programm 12.03.2026 Bayern: Landesweiter Probealarm am 12. März 2026 testet Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast Am Donnerstag, 12. März 2026, findet ab 11:00 Uhr im gesamten Freistaat Bayern der landesweite Probealarm statt. 09.03.2026 Neumarkt i.d. Opf./Leipzig: Lange Haftstrafen für Mord auf Bahngleis bestätigt Sie schlugen einen Mann bewusstlos und legten ihn auf ein Bahngleis. Dort überrollte ihn ein Zug. Jetzt steht fest, dass zwei Männer dafür lange ins Gefängnis müssen.