Do., 22.03.2018 , 06:27 Uhr

Oberpfalz: Kontrollaktionen gegen Einbruchskriminalität

Am Freitag (16.03.) fanden im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland Pfalz im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz verstärkt mobile und stationäre Kontrolleinsätze statt. Das besondere Augenmerk der Einsatzkräfte lag dabei auf der Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls. 

Einbrüche in Wohnhäuser führen neben materiellen Verlusten zu besonders belastenden Situationen für betroffene Haus- oder Wohnungsinhaber. Auch wenn die aktuellen Zahlen eine günstige Entwicklung erkennen lassen, bleibt der Kampf gegen Wohnungseinbrecher ganz weit oben im Aufgabenkatalog der Oberpfälzer Polizei.
Zwischen 15:00 Uhr und 21:00 Uhr nahmen über 180 Einsatzkräfte aus der Oberpfalz und von der Bayerischen Bereitschaftspolizei 1116 Personen und 651 Fahrzeuge genauer unter die Lupe.

Das Ergebnis brachte zwar keine Erkenntnisse zu möglichen Wohnungseinbrüchen, weist aber acht vorläufige Festnahmen im Zusammenhang mit anderen Taten aus. Die tatverdächtigen Personen sehen sich mit strafrechtlichen Ermittlungsverfahren wegen Verstößen nach dem Waffen- oder Betäubungsmittelgesetz konfrontiert. Sichergestellt wurden dazu mehrfach geringe Mengen an Cannabisprodukten und zwei verbotene Springmesser.

Zu den überprüften Fahrzeugen zählen neben sogenannten Kleintransportern und Pkw´s auch ein Reisebus und zwölf Lkw´s.
Bei vier Fahrzeuglenkern ergaben sich Anzeichen für Fahrten unter Alkohol- oder Betäubungsmitteleinfluss. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet und Blutentnahmen durchgeführt.
Die größte Kontrollstelle richteten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung aus Waidhaus auf der Autobahn A 6, auf dem Parkplatz Ulrichsberg in Fahrtrichtung Tschechische Republik ein. Die Einsatzkräfte führten auf dieser besonders stark befahrenen Route in Richtung Osten selektive Kontrollen durch.

Polizeiliche Erfahrungen zu Haus- und Wohnungseinbrüchen:

Wohnungseinbrecher nutzen erfahrungsgemäß günstig, weil dunkel oder abgewandt, gelegene Fenster oder Türen, um diese aufzubrechen. Dazu nähern sie sich bevorzugt über rückwärtige Bereiche z.B. den Garten oder die Terrasse an die Einbruchsobjekte an und nutzen dabei in der Regel die Abwesenheit der Bewohner.
Potentielle Tatobjekte werden vorher ausspioniert z. B. durch Auskundschaften der Umgebung, Kontrollanrufe oder Sturmklingeln kurz vor dem Einbruch, um herauszufinden, ob sich jemand in der Wohnung bzw. im Haus aufhält. Vereinzelt kommt es auch zu einer persönlichen Kontaktaufnahme mit den späteren Opfern. So wird z. B. unter einem Vorwand an der Türe geklingelt (Betteln, Bitte um ein Glas Wasser etc.), um zu sehen, ob ein ungestörter Einbruch möglich ist.

Polizeiliche Tipps:

• Sorgen Sie für Helligkeit im Umfeld ihres Hauses bzw. ihrer Wohnung z.B. durch Installieren eines Bewegungsmelders
• Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit immer verschließen. Vorsicht: „ Gekippte Fenster sind offene Fenster“
• Rollläden nur zur Nachtzeit geschlossen halten, um nicht tagsüber Abwesenheit zu signalisieren. Dies kann durch den Einsatz von Zeitschaltuhren oder durch Nachbarn/Angehörige erreicht werden
• Bei längerer Abwesenheit Hinweise auf Leerstand vermeiden z.B. überquellender Briefkasten, entsprechende Mitteilung auf dem Anrufbeantworter, zugezogene Gardinen etc.
• Bewusst auf verdächtige Personen und Fahrzeuge im Umfeld achten; evtl. auch Kfz-Kennzeichen, Marke und Fahrzeugtyp sowie Beschreibungen zu Personen notieren
• Die Polizei kann nicht überall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch fast immer gibt es Nachbarn, die einander helfen können. Nach den Erkenntnissen der Polizei trägt die Nachbarschaftshilfe entscheidend zur Verhinderung von Einbrüchen bei
• Sollten Sie Zeuge eines Einbruches werden, verständigen Sie sofort über die polizeiliche Notrufnummer: 110 die Polizei
• Generell gilt: Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig anrufen

Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen:

Darüber hinaus verfügen die Kriminalpolizeiinspektionen Regensburg, Amberg und Weiden über speziell ausgebildete Fachberater, bei denen man sich u. a. zum Thema Einbruchschutz beraten lassen kann. Die Beamten kommen auf Wunsch auch vor Ort und geben kostenlos Tipps, wie man die Sicherheit in seinem Haus bzw. seiner Wohnung verbessern kann. Ihre Erreichbarkeit erhält man über die örtlich zuständige Polizeiinspektion.
Wie man sein Hab und Gut wirksam vor Einbrechern schützt, findet man auch im Internet unter:
www.k-einbruch.de oder
www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl-und-einbruch/einbruchsdiebstahl

PM/MF

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