Di., 03.03.2026 , 10:49 Uhr

Oberpfalz: Illegale Müllexporte – Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Der Fall hatte in ganz Bayern Schlagzeilen gemacht: nach offenbar illegalen Müllexporten hat der Freistaat rund 300 Tonnen Müll aus Tschechien zurückholen müssen. Die Müllentsorgung zieht jetzt eine Anklage nach sich.

Wegen mutmaßlich illegaler Müllexporte hat die Staatsanwaltschaft Weiden Anklage gegen den Chef einer Oberpfälzer Entsorgungsfirma und einen Mitarbeiter erhoben. Den beiden Männern wird vorgeworfen, zum Teil gefährliche Abfälle ohne Genehmigung in Tschechien und Polen entsorgt zu haben. Zuvor hatte das „Straubinger Tagblatt“ berichtet.

Illegale Müllentsorgung in über 30 Fällen

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die beiden Beschuldigten zwischen Juni 2024 und Januar 2025 in mehr als 30 Fällen nicht gefährliche Abfälle nach Tschechien gebracht und dort auf illegalen Deponien abgeladen oder die Ablagerung organisiert haben.

In weiteren Fällen geht es um gefährliche beziehungsweise verunreinigte Abfälle sowie Batteriereste, die sowohl in Tschechien als auch in Polen illegal entsorgt worden sein sollen.

Der mitangeklagte Mitarbeiter war laut Staatsanwaltschaft für eine tschechische Tochtergesellschaft des Unternehmens tätig.

Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung

Gegen den Firmenchef steht zusätzlich der Vorwurf der „gefährlichen Körperverletzung durch Unterlassen“ im Raum. Mehrere Mitarbeiter sollen Gesundheitsschäden erlitten haben. Hintergrund ist eine undichte Anlage zur Trennung von Batterien, die der Unternehmer trotz Kenntnis eines Defekts nicht abgeschaltet haben soll.

300 Tonnen Müll zurückgeholt

Der Fall hatte in Tschechien Proteste ausgelöst. Inzwischen haben die bayerischen Behörden rund 300 Tonnen Müll aus dem Nachbarland zurückholen lassen.

Dabei handelte es sich um etwa 260 Tonnen Abfälle aus glas- beziehungsweise carbonfaserverstärktem Kunststoff (GfK/CfK). Weitere 40 Tonnen bestanden aus Verbundwerkstoffen sowie Teilen von Lithium-Ionen-Batterien.

Der Fall dürfte nun in einem Strafprozess vor Gericht aufgearbeitet werden.

dpa / MF

Foto: Symbolbild

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