Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg hat am 28. Januar mehrere Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit Kinder- und Jugendpornografie durchgeführt. Insgesamt wurden sechs Objekte in der Stadt und im Landkreis Schwandorf sowie im Landkreis Amberg-Sulzbach durchsucht. Ziel der Maßnahmen war es, Besitz, Verbreitung und Herstellung entsprechender Inhalte zu verfolgen.
Unterstützt wurden die Ermittler vom Einsatzzug Amberg. Insgesamt waren über 30 Polizeikräfte im Einsatz. Dabei vollzog die Polizei elf Durchsuchungsbeschlüsse.
Im Zuge der Razzien stellten die Beamten mehr als 40 Datenträger sicher, die nun ausgewertet werden. Darüber hinaus wurden zwei verbotene Messer und Cannabispflanzen in nicht erlaubter Menge gefunden und beschlagnahmt.
Die Bekämpfung von Sexualdelikten, insbesondere von Kinderpornografie, zählt zu den zentralen Aufgaben des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Die Zahlen bewegen sich seit Jahren auf einem hohen Niveau – zuletzt mit einem Anstieg von 49,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Fallzahlen Kinderpornografie in der Oberpfalz:
Die Polizei hat auch eine Statistik zum Thema Kinderpornografie in der Oberpfalz veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Zahlen zu Verbreiten, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornografischer Inhalte.
Die Aufklärungsquote lag 2024 bei 84,8 Prozent – ein beachtlicher Wert, der laut Polizei zeigt, wie intensiv in diesem Bereich gearbeitet wird. Dennoch bleibe die Ermittlungsarbeit weiterhin eine dauerhafte Herausforderung.
„Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat für uns oberste Priorität. Hinter jeder Datei steht ein reales Opfer. Unsere Ermittler arbeiten mit großem Engagement daran, diese Taten aufzudecken und Täter zur Rechenschaft zu ziehen“, so Dr. Tobias Mattes, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Amberg.
Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberpfalz / MF