Di., 15.09.2026 , 09:41 Uhr

Oberpfalz: Erschreckende Zahlen – jeder dritte tödlich verunglückte Autoinsasse war nicht richtig gesichert

Fast jeder dritte tödlich verunglückte Autoinsasse in der Oberpfalz war 2025 nicht angeschnallt oder ordnungsgemäß gesichert. Zum Beginn des neuen Schuljahres finden deshalb vom 15. bis 18. September 2026 Aktionstage zur Gurt- und Kindersicherungspflicht statt. Auch die Polizei in der Oberpfalz kündigt verstärkte Kontrollen an.

Zwölf Todesopfer waren nicht richtig gesichert

Im Jahr 2025 kamen in der Oberpfalz 38 Menschen im Auto ums Leben. Zwölf von ihnen waren nicht angeschnallt oder nicht mit einer erforderlichen Kindersicherung geschützt. 2024 waren es noch drei Fälle. Damit hat sich die Zahl innerhalb eines Jahres vervierfacht.

Polizeivizepräsident Erwin Frankl warnt angesichts dieser Entwicklung: „Diese Zahlen sind erschreckend und zeigen eindeutig: Der Sicherheitsgurt ist und bleibt die wichtigste Sicherheitsvorrichtung im Fahrzeug. Besonders alarmierend ist der enorme Anstieg bei den nicht gesicherten Insassen in unserer Region. Jeder einzelne dieser Fälle ist einer zu viel.“

Auch 2026 bereits tödliche Unfälle ohne Gurt

Bis zum 31. Juli 2026 waren in der Oberpfalz drei Menschen, die bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, nicht angeschnallt. Sicherheitsgurte und geeignete Kindersitze zählen zu den wichtigsten Schutzvorrichtungen im Auto.

Frankl betont: „Anschnallen ist keine Frage der Strecke, sondern eine Selbstverständlichkeit – auf jedem Sitzplatz und bei jeder Fahrt!“

Negativer Trend in ganz Bayern

Auch bayernweit ist die Entwicklung auffällig. 2025 kamen 249 Menschen im Auto ums Leben, 53 von ihnen waren nicht angeschnallt. Der Anteil der Todesopfer ohne Gurt stieg damit von 16,8 auf 21,3 Prozent. Zudem kam ein ungesichertes Kind bei einem Unfall ums Leben.

Bis Ende April 2026 waren in Bayern bereits 15 tödlich verunglückte Menschen nicht angeschnallt.

Verstärkte Kontrollen in der Oberpfalz

Während der Aktionstage vom 15. bis 18. September will die Polizei in der Oberpfalz verstärkt kontrollieren, ob Autofahrer und Mitfahrer angeschnallt und Kinder ordnungsgemäß gesichert sind. Gleichzeitig sollen Gespräche auf die Bedeutung von Sicherheitsgurten und Kindersitzen aufmerksam machen.

Die Polizei appelliert an Autofahrer, den Gurt auch auf kurzen Strecken und im Stadtverkehr immer anzulegen. Kinder müssen entsprechend ihrer Größe und ihres Gewichts in geeigneten Kindersitzen gesichert werden. Fahrer sollen außerdem darauf achten, dass alle Mitfahrer angeschnallt sind. Erwachsene haben dabei auch eine Vorbildfunktion gegenüber Kindern.

PP Oberpfalz

Das könnte Dich auch interessieren

11.09.2026 Niederbayern: Sicher zur Schule – darauf achtet die Polizei zum neuen Schuljahr In Niederbayern verstärkt die Polizei zum Beginn des neuen Schuljahres ihre Maßnahmen für einen sicheren Schulweg. Unter dem bayernweiten Motto „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ sollen Kontrollen und Präventionsmaßnahmen helfen, Unfälle mit Kindern zu vermeiden. Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Regierungsbezirk 40 Schulwegunfälle. Dabei wurden 45 Kinder verletzt. Todesopfer gab es nicht. 10.09.2026 Oberpfalz: Fahrraddiebe in der GPS-Falle – fünf Tatverdächtige festgenommen Seit Mitte April setzt die Polizei in der Oberpfalz präparierte Fahrräder mit GPS-Sendern ein. Nach rund fünf Monaten wurden die Räder in acht Fällen angegangen. Dabei konnten fünf Tatverdächtige festgenommen werden. Die meisten davon ordnet die Polizei der örtlichen Drogenszene zu.   GPS führt Polizei zu Tatverdächtigen Sechsmal wurden die Präventionsfahrräder komplett gestohlen. In einem 07.09.2026 Regensburg: 17-Jährige wird vermisst Seit dem 26. August 2026 wird die 17-jährige Rania M. aus Regensburg vermisst. Die bisherigen Suchmaßnahmen führten nicht dazu, die Jugendliche zu finden. Deshalb bittet die Polizeiinspektion Regensburg Süd nun die Bevölkerung um Mithilfe.   Jugendliche kehrte nicht zurück Rania M. verließ am Vormittag des 26. August eine Jugendschutzstelle in der Regensburger Innenstadt. Wie vereinbart 07.09.2026 Hemau: Dreister Trick beim Juwelier - Polizei sucht Zeugen Bei einem Juwelier in Hemau sind am Freitagnachmittag zwei Goldketten und ein goldenes Armband gestohlen worden. Zwei bislang unbekannte Personen sollen Kaufinteresse vorgetäuscht haben. Der Schmuck hat einen hohen vierstelligen Wert. Die Polizei sucht Zeugen.   Trickdiebstahl in Juweliergeschäft Gegen 17.10 Uhr betraten ein etwa 40 Jahre alter Mann und eine ungefähr 20 Jahre alte