Im Jahr 2025 kamen in der Oberpfalz 38 Menschen im Auto ums Leben. Zwölf von ihnen waren nicht angeschnallt oder nicht mit einer erforderlichen Kindersicherung geschützt. 2024 waren es noch drei Fälle. Damit hat sich die Zahl innerhalb eines Jahres vervierfacht.
Polizeivizepräsident Erwin Frankl warnt angesichts dieser Entwicklung: „Diese Zahlen sind erschreckend und zeigen eindeutig: Der Sicherheitsgurt ist und bleibt die wichtigste Sicherheitsvorrichtung im Fahrzeug. Besonders alarmierend ist der enorme Anstieg bei den nicht gesicherten Insassen in unserer Region. Jeder einzelne dieser Fälle ist einer zu viel.“
Bis zum 31. Juli 2026 waren in der Oberpfalz drei Menschen, die bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, nicht angeschnallt. Sicherheitsgurte und geeignete Kindersitze zählen zu den wichtigsten Schutzvorrichtungen im Auto.
Frankl betont: „Anschnallen ist keine Frage der Strecke, sondern eine Selbstverständlichkeit – auf jedem Sitzplatz und bei jeder Fahrt!“
Auch bayernweit ist die Entwicklung auffällig. 2025 kamen 249 Menschen im Auto ums Leben, 53 von ihnen waren nicht angeschnallt. Der Anteil der Todesopfer ohne Gurt stieg damit von 16,8 auf 21,3 Prozent. Zudem kam ein ungesichertes Kind bei einem Unfall ums Leben.
Bis Ende April 2026 waren in Bayern bereits 15 tödlich verunglückte Menschen nicht angeschnallt.
Während der Aktionstage vom 15. bis 18. September will die Polizei in der Oberpfalz verstärkt kontrollieren, ob Autofahrer und Mitfahrer angeschnallt und Kinder ordnungsgemäß gesichert sind. Gleichzeitig sollen Gespräche auf die Bedeutung von Sicherheitsgurten und Kindersitzen aufmerksam machen.
Die Polizei appelliert an Autofahrer, den Gurt auch auf kurzen Strecken und im Stadtverkehr immer anzulegen. Kinder müssen entsprechend ihrer Größe und ihres Gewichts in geeigneten Kindersitzen gesichert werden. Fahrer sollen außerdem darauf achten, dass alle Mitfahrer angeschnallt sind. Erwachsene haben dabei auch eine Vorbildfunktion gegenüber Kindern.
PP Oberpfalz