Zehn weitere lebendige Traditionen in Bayern sind offiziell in das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Im Heimatministerium in Nürnberg überreichte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker die Urkunden an die Vertreter der ausgezeichneten Kulturformen.
Mit der Aufnahme in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes würdigt der Freistaat das Engagement von Menschen, die Traditionen, Bräuche und handwerkliches Wissen über Generationen hinweg bewahren und weiterentwickeln.
Füracker betonte bei der Verleihung: „Unser immaterielles Kulturerbe ist ein wertvoller Schatz, der unsere Gesellschaft prägt und zusammenhält. Die lebendigen Traditionen und das vielfältige Wissen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, bereichern das gesellschaftliche Leben, wirken identitätsstiftend und machen Bayern einzigartig.“
Weiter sagte der Minister: „Die Aufnahme in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes ist eine Anerkennung für dieses außergewöhnliche Engagement. Wer unsere Traditionen pflegt, trägt aktiv dazu bei, dass unsere Heimat lebendig bleibt und auch künftige Generationen ihre Wurzeln spüren können.“
Zu den zehn ausgezeichneten Lebendigen Traditionen gehören:
Das UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes stellt seit 2003 überliefertes Wissen, Handwerk und kulturelle Ausdrucksformen in den Mittelpunkt. Deutschland gehört dem Übereinkommen seit 2013 an.
Neben dem bundesweiten Verzeichnis führt Bayern ein eigenes Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes, das nach den aktuellen Neuaufnahmen nun 103 Eintragungen umfasst.
Die nächste Bewerbungsrunde für das Bayerische Landesverzeichnis ist voraussichtlich im April 2028 geplant.