Fr., 25.02.2022 , 16:53 Uhr

Nothilfe: Caritas versorgt die Menschen in der Ukraine

Seit 2014 unterstützt Caritas international die Leidtragenden des Konflikts in der Ostukraine. Jetzt weitet sie die Hilfen vor Ort auf das ganze Land aus.

Die Welt schaut schockiert auf den Krieg in der Ukraine. Caritas international und Caritas Ukraine haben bereits seit Wochen Vorbereitungen getroffen: Es wurden Evakuierungspläne ausgearbeitet und Mitarbeitende auf den Kriegsfall vorbereitet. Schnelle Hilfe ist jetzt entscheidend. „Die Situation ist dramatisch und verändert sich schnell. Wir tun alles dafür, um Menschen in Not in der Ukraine zu unterstützen“, sagt Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

Seit 2014 versorgen Caritas international und der Partnerverband Caritas Ukraine Menschen in der Konfliktzone in der Ostukraine. Die russische Invasion bedeutet für sie, die Hilfen nun auf das ganze Land auszuweiten. Im Live-Ticker von Caritas international heißt es, dass sich die Teams der Helfenden aus der Pufferzone im Osten in die Stadt Dnjepropetrowsk retten konnten. „Von dort aus bauen sie nun in mehreren Städten der Region Hilfszentren für Binnenflüchtlinge auf. Landesweit stehen rund 1000 Mitarbeitende bereit, um die Hilfen für die Vertriebenen auszuweiten.“

 

Schon seit Jahren verlassen Menschen die umkämpften Gebiete in der Ostukraine, weiß Christina Engl, Leiterin des Referats Soziales Profil der Kirche bei der Caritas Regensburg. „1,5 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer haben in anderen Landesteilen Zuflucht gesucht, viele weitere leben in den Nachbarländern“, sagt Engl. Sie hat die Geschäftsführung des Hilfsfonds für Flüchtlingsarbeit im Bistum Regensburg und verfolgt die weltweiten Flüchtlingsbewegungen seit vielen Jahren. „Nur wenige Ukrainerinnen und Ukrainer haben bislang in Deutschland Asyl beantragt. Bei großen Fluchtbewegungen sind die Hauptaufnahmeregionen zunächst immer die unmittelbar angrenzenden Gebiete. Dies sehen wir weltweit und dies beobachten wir bislang auch im Ukrainekonflikt.“ Das Gebot der Stunde sei daher die humanitäre Unterstützung der Menschen in der Ukraine und in den angrenzenden Ländern. „Die aktuellsten Entwicklungen lassen eine humanitäre Katastrophe in der Region erwarten“, sagt Engl.

 

In der Ostukraine wurden die Hilfen insbesondere für Alte, Kranke, Kinder und Jugendliche intensiviert. Im Rest des Landes wurden Mitarbeitende geschult, etwa wie man Feldküchen betreibt, Notunterkünfte eröffnet oder Geflüchtete psychologisch unterstützt. Derzeit versuchen Caritas-Mitarbeitende in der Ostukraine unter schwierigsten Bedingungen, die Menschen mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Heizmaterial und medizinischer Hilfe zu versorgen.

 

Caritas-Nothilfen in der Ukraine: Jetzt spenden!

Mit einer Spende können Sie die Caritas-Arbeit in der Ukraine unterstützen.

Spenden mit dem Stichwort „CY00050 Ukraine-Konflikt“ werden erbeten auf:

Caritas international, Freiburg,

Spendenkonto 202

bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe

BLZ 660 205 00,

IBAN Nr.: DE88 6602 0500 0202 0202 02,

BIC-Nr. : BFSWDE33KRL

oder online unter: www.caritas-international.de

 

Ökumenischer Aufruf zum Gebet für die Ukraine

Die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) rufen gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) die Gläubigen zum Gebet für den Frieden in der Ukraine auf. Die Kirchengemeinden und christliche Gruppen sind eingeladen, sich am kommenden Sonntag, 27. Februar, am frühen Abend in Friedensgottesdiensten und gemeinsamen Gebeten mit den Opfern des Krieges zu verbinden und Frieden für die Ukraine zu erbitten. Die Kirchenglocken sollen zum Gebet einladen.

Caritas Regensburg / MB

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