Nach Bekanntwerden von Hygienemängeln und Ratten im Regenstaufer Zentrallager der Discounter-Kette Norma verweist das Unternehmen darauf, dass verunreinigte Waren korrekt entsorgt und nicht an Filialen geliefert worden seien. Das gehe aus Protokollen der Entsorgungsfirma hervor, teilte eine Norma-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit.
In der Stellungnahme heißt es weiter: «Zudem sind unsere Mitarbeitenden sensibilisiert und geschult, um zu jeder Zeit die notwendigen Hygienestandards einzuhalten.» Das Unternehmen bestätigte, dass das Veterinäramt Anfang September eine Kontrolle in dem Zentrallager durchgeführt und weitere Maßnahmen festgelegt habe. Diesen Auflagen seien sie nachgekommen und würden das weiterhin tun.
Das Landratsamt Regensburg hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass in dem Zentrallager festgestellte Mängel inzwischen teilweise beseitigt wurden. Weitere Kontrollen sollen folgen. Gegen Norma seien zwei Bußgeldverfahren eingeleitet und Zwangsgelder verhängt worden, hieß es.
Den Anstoß für eine Kontrolle Anfang August hatte ein Verbraucherhinweis gegeben, teilte ein Sprecher des Landratsamtes mit. Dabei seien in Teilbereichen des Trockenlagers Hygienemängel wie Staub und Schmutz sowie ein Rattenbefall festgestellt worden. Bei zwei Nachkontrollen Anfang September seien die Mängel nicht vollständig beseitigt gewesen, woraufhin die Behörde dem Betreiber 17 Einzelmaßnahmen auferlegt habe.
Bei der mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) durchgeführten Kontrolle am 16. September seien die Hygienemängel dann behoben und der Schädlingsbefall lediglich noch «in geringerem Umfang» vorhanden gewesen. Bis 12. Oktober müssten in dem Lager noch bauliche Mängel behoben werden, so die Behörde. Der Sprecher verwies ebenfalls darauf, dass das Landratsamt keine Erkenntnisse habe, dass kontaminierte Waren an Filialen ausgeliefert worden seien.
dpa