Mo., 18.05.2026 , 17:42 Uhr

Niederbayern: Milliardenprojekt Donauausbau geht in die nächste Runde

Der Donauausbau in Niederbayern schreitet voran.

Die Generaldirektion für Wasserstraßen und Schifffahrt in Würzburg hat den Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Bauabschnitt zwischen Deggendorf und Vilshofen im Landkreis Passau veröffentlicht. Das teilte die staatliche Planungsgesellschaft mit.

Der erste Bauabschnitt zwischen Straubing und Deggendorf befindet sich bereits seit längerer Zeit im Bau. Insgesamt soll das Großprojekt einschließlich der vorgesehenen Naturschutzmaßnahmen rund zwei Milliarden Euro kosten.

Wirtschaft stärken und Hochwasserschutz verbessern

Ziel des Donauausbaus ist es, die Schifffahrt zu verbessern und gleichzeitig den Hochwasserschutz für die Region zu verstärken. In der Vergangenheit war es entlang der Donau immer wieder zu schweren Überschwemmungen gekommen.

Der Ausbau soll daher nicht nur die wirtschaftliche Nutzung der Wasserstraße sichern, sondern auch Anwohner und Kommunen besser vor Hochwasser schützen.

Buhnen sorgen für mehr Tiefgang

Der Abschnitt zwischen Straubing und Vilshofen war über Jahrzehnte hinweg stark umstritten. Ursprünglich war eine Kanalisierung mit neuen Staustufen geplant. Umweltorganisationen lehnten diese Pläne jedoch entschieden ab. Schließlich fiel die Entscheidung für einen naturnahen Ausbau ohne zusätzliche Staustufen.

Hintergrund sind wiederkehrende Niedrigwasserphasen. In Trockenzeiten können Güterschiffe die Strecke teils nur eingeschränkt oder mit verringerter Beladung befahren. Künftig soll die Fahrrinne durchgehend tiefer sein.

Dafür werden sogenannte Buhnen sowie weitere regulierende Bauwerke im Fluss errichtet, um die Bedingungen für die Schifffahrt dauerhaft zu verbessern.

Neue Deiche auf 30 Kilometern geplant

Mit dem Ausbau auf den 32 Kilometern zwischen Deggendorf und Vilshofen wird zugleich der Hochwasserschutz weiter ausgebaut. Bereits in den vergangenen Jahren wurden einzelne Maßnahmen gegen Überflutungen vorgezogen.

Nun sollen zusätzlich auf rund 30 Kilometern neue Deiche gebaut oder bestehende Schutzanlagen verstärkt werden.

Klage innerhalb eines Monats möglich

Bürger sowie Umweltorganisationen können den Planfeststellungsbeschluss nun einsehen. Innerhalb eines Monats besteht die Möglichkeit, beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Klage gegen das Projekt einzureichen.

dpa / MF

Foto: Symbolbild

Das könnte Dich auch interessieren

23.09.2026 Heute Abend im Programm 22.09.2026 Bayern: Herzschwäche tritt regional sehr unterschiedlich auf Der Anteil der Menschen mit Herzschwäche unterscheidet sich in Bayern deutlich von Region zu Region. Besonders in Nordbayern und Ostbayern werden viele Patienten wegen Herzinsuffizienz behandelt. Das zeigen Daten aus dem „Gesundheitsatlas Deutschland“ der AOK. Oberfranken mit höchstem Anteil Für das Jahr 2024 weist Oberbayern mit 4,3 Prozent den niedrigsten Anteil an Erkrankten über 30 22.09.2026 Bayern: Mehr Gurtverstöße bei Polizeikontrollen zum Schuljahresbeginn Bei einer landesweiten Kontrollaktion zum Schuljahresbeginn hat die Bayerische Polizei mehr Verstöße gegen die Gurtpflicht festgestellt als im Vorjahr. Vom 15. bis 18. September 2026 kontrollierten die Beamten verstärkt, ob Autofahrer und Mitfahrer angeschnallt und Kinder ordnungsgemäß gesichert waren.   Mehr als 1.000 Gurtverstöße festgestellt Insgesamt registrierte die Bayerische Polizei 1.082 Gurtverstöße. Im Vorjahr waren 22.09.2026 Bayern: Reaktion auf Pisa-Ergebnisse - mehr Mathe, Deutsch und Sport Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sorgt sich angesichts der jüngsten Pisa-Ergebnisse um die langfristige Innovationsfähigkeit des Freistaats. Bei einer CSU-Fraktionsklausur in Kloster Banz bei Bad Staffelstein sprach Söder von einem «Pisa-Schock». Die Ergebnisse werfen für ihn die Frage auf, ob Bayern auch in einigen Jahren noch genügend qualifizierte Köpfe haben wird, um seine Innovationskraft zu