Die Kriminalität in Bayern ist im Jahr 2025 erneut zurückgegangen. Die Polizei registrierte landesweit 4.094 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Das entspricht einem Minus von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt die Kriminalitätsrate auf dem Stand der 1970er Jahre.
Trotz des allgemeinen Rückgangs zeigen sich nicht in allen Bereichen positive Entwicklungen.
Während die Gesamtzahl der Straftaten sinkt, stiegen die Einbruchszahlen um 5,6 Prozent auf 3.806 Fälle.
Auch die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen zu. Hier verzeichnete die Polizei einen Anstieg um 2,4 Prozent auf 17.956 registrierte Fälle.
Auch in unserer Region spiegelt sich der landesweite Trend wider. Die Sicherheitslage bleibt stabil, die Belastungszahlen gehen weiter zurück und die Aufklärungsquoten bewegen sich auf hohem Niveau.
Besonders deutlich wird die positive Entwicklung in Niederbayern. Dort wurden im Jahr 2025 insgesamt 39.731 Straftaten registriert – ausgenommen ausländerrechtliche Verstöße wie illegale Einreise oder illegaler Aufenthalt.
Die Aufklärungsquote lag bei 71,2 Prozent und damit deutlich über dem bayerischen Durchschnitt.
Die sogenannte Häufigkeitszahl, also der Wert zur Einschätzung der Kriminalitätsbelastung, sank erneut. Mit 3.155 weist Niederbayern den niedrigsten Wert in ganz Bayern auf.
Im Jahr 2025 wurden in der Oberpfalz insgesamt 40.882 Straftaten registriert. Das sind 7,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit setzt sich der positive Trend in der Region fort.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei der Aufklärungsquote. Sie liegt bei 71,5 Prozent und erreicht damit den zweithöchsten Wert im Zehn-Jahres-Vergleich. Zudem liegt sie deutlich über dem bayerischen Durchschnitt.
Ein besonderer Erfolg zeigt sich bei den Diebstahlsdelikten. Die Zahl der Fahrraddiebstähle ging um 25,4 Prozent zurück. Auch bei den Wohnungseinbrüchen verzeichnete die Polizei einen Rückgang von 17 Prozent.
Nach Angaben der Polizei sind diese Entwicklungen unter anderem auf gezielte Präventionsmaßnahmen zurückzuführen.
Auch die Straßenkriminalität ist deutlich gesunken. Hier wurde ein Minus von 14,7 Prozent registriert.
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung gibt es auch Bereiche mit steigenden Zahlen. Die Sexualdelikte nahmen um 8,1 Prozent zu. Besonders deutlich ist der Anstieg bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die um 23,9 Prozent gestiegen sind.
Dieser Zuwachs ist laut Polizei auch auf eine gestiegene Anzeigebereitschaft sowie intensivere Ermittlungen zurückzuführen.
dpa / Polizei Niederbayern / PP Oberpfalz / FH