Di., 01.09.2015 , 16:40 Uhr

Niederbayern: Asylsituation spitzt sich zu

Eine aktuelle Pressemitteilung der Regierung von Niederbayern macht die Situation im Regierungsbezirk deutlich. Immer mehr Asylsuchende kommen auch in Niederbayern an:

Aufgrund des Eintreffens vieler Züge mit Asylbewerbern aus Ungarn am Münchner Hauptbahnhof hat auch Niederbayern heute 200 Personen -vier Busse  zusätzlich kurzfristig aufgenommen und in der Not-Aufnahmeeinrichtung in der Messehalle in Straubing untergebracht.
Die Regierung hat heute die Landräte und Oberbürgermeister Niederbayerns darüber informiert, dass sie sich aufgrund dieser Zuspitzung darauf vorbereiten müssen, dass neben den bereits bestehenden Notunterkünften weitere Plätze bereitgestellt werden müssen. Die Plätze könnten in zusätzlichen Hallen, zu dieser Jahreszeit aber auch noch in Zelten, bereitgestellt werden.
In Bayern verschärft sich die Asyllage seit gestern Abend weiter: Weit über tausend Asylsuchende sind bis heute Morgen in München angekommen, weitere werden in den kommenden Tagen erwartet. Mit dieser Zugangssituation wird München nicht mehr alleine fertig, sodass auch Niederbayern zusätzlich zu den Zugängen aus dem Raum Passau Asylsuchende abnehmen muss. Auch alle anderen Regierungsbezirke müssen diese neuen Asylsuchenden aufnehmen (sogenannter „Bayernausgleich“).
Derzeit sind in Niederbayern ca. 10.500 Asylbewerber (inklusive der heutigen 200 Personen, die in der Not-Aufnahmeeinrichtung in der Messehalle in Straubing untergebracht wurden) und ca. 1200 unbegleitete Minderjährige untergebracht.

Pressemitteilung/MF

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