Sa., 16.05.2026 , 09:21 Uhr

Neutraubling: Kontrolle eskaliert – Autofahrer rast als Geisterfahrer auf die A3

Am späten Abend des 15. Mai 2026 hat ein bislang unbekannter Autofahrer in Neutraubling für einen gefährlichen Einsatz auf der A3 gesorgt.

Gegen 23:30 Uhr wollten Beamte der Polizeiinspektion Neutraubling einen Opel mit deutscher Zulassung in der Walhallastraße auf Höhe des Rainstallwegs kontrollieren.

Als die Polizisten ausstiegen und sich dem stehenden Wagen näherten, gab der Fahrer plötzlich Gas und flüchtete.

Flucht durch Neutraubling bis auf die A3

Der Fahrer überquerte mehrere Fahrstreifen in Richtung Anschlussstelle Neutraubling, missachtete eine rote Ampel und fuhr anschließend als Falschfahrer auf die A3 in Richtung Passau – allerdings entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.

Um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, wurde der Verkehr auf der A3 ab der Anschlussstelle Regensburg-Burgweinting durch eine Streife der Polizeiinspektion Regensburg Süd sofort verlangsamt. Gleichzeitig starteten die Polizeiinspektion Neutraubling und die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg eine Fahndung nach dem flüchtigen Autofahrer.

Auto im Bankett entdeckt – Fahrer verschwunden

Wenige Minuten später entdeckte eine Streife der Verkehrspolizei den Opel im Bankett der A3, rund einen Kilometer von der Anschlussstelle Neutraubling entfernt, kurz nach der Überführung Eisackerbrücke. Im Fahrzeug befand sich niemand mehr.

Warum der Wagen von der Fahrbahn abkam, ist bislang unklar. In der Nähe des Autos fanden die Beamten mehrere Kleidungsstücke. Es besteht daher die Möglichkeit, dass sich der Fahrer auf seiner Flucht zumindest teilweise seiner Kleidung entledigt hat.

Vollsperrung und langer Rückstau

Für die Bergung des Opel musste die A3 in Fahrtrichtung Passau für etwa 20 Minuten vollständig gesperrt werden. Der Verkehr staute sich bis zur Anschlussstelle Regensburg-Ost zurück.

Nach Aufhebung der Vollsperrung blieb der Standstreifen noch rund zwei Stunden gesperrt, bis das Auto abgeschleppt war.

An der groß angelegten Fahndung beteiligten sich Streifen der Polizeiinspektionen Neutraubling und Regensburg Süd, die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg, die Zentralen Einsatzdienste Regensburg sowie eine Hubschrauberstaffel. Trotz intensiver Suche konnte der verantwortliche Fahrer nicht gefunden werden.

Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr

Die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gegen den unbekannten Fahrer eingeleitet.

Zeugen, die den Opel bereits in Neutraubling oder später auf der A3 gesehen haben oder durch die Fahrweise gefährdet wurden, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0941/506-2921 bei der zuständigen Dienststelle zu melden.

VPI Regensburg / FC

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