Mi., 22.05.2024 , 14:25 Uhr

Neustadt an der Donau: Wenig Ausschreitungen bei Pfingstvolksfest

Die Polizei hat nach dem Pfingstvolksfest in Neustadt an der Donau Bilanz gezogen. Das Volksfest ist weitestgehend friedlich verlaufen.

In der Nacht zu Dienstag, 21.05.2024, ging das Neustädter Pfingstvolksfest zu Ende. Durch das regnerische Wetter waren etwas weniger Besucher vor Ort als noch vergangenes Jahr. An den vier Festtagen waren Beamte der Polizeiinspektion Kelheim rund 220 Stunden auf dem Festgelände im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch Beamte des Einsatzzugs Landshut.

Insgesamt sei das Pfingstvolksfest dieses Jahr sehr ruhig verlaufen, so die Polizei. Es gab drei Körperverletzungen, eine davon gefährlich (Vorjahr: sechs Delikte).

Zwei Personen waren so stark betrunken, dass sie medizinisch behandelt werden mussten (Vorjahr: keine).

Dagegen musste heuer lediglich ein Wildpinkler gebührenpflichtig verwarnt werden (Vorjahr: zwölf).

Am ersten Festtag musste die Polizei nicht einschreiten. Durch den Regen waren wenig Besucher vor Ort.

 

Einsätze am zweiten Festtag

Am zweiten Festtag hat ein betrunkener 17-Jähriger gegen 23 Uhr einem Feuerwehrmann einen Faustschlag ins Gesicht verpasst. Der 45-Jährige wurde dabei leicht verletzt.

Der Feuerwehrmann kümmerte sich gerade mit einem Kollegen um einen betrunkenen Festbesucher, wobei sich der 17-Jährige und dessen Begleiter einmischten. Nachdem sie von den Einsatzkräften der Feuerwehr gebeten wurden, sich zu entfernen, schlug der 17-Jährige zu.

Der Täter sowie dessen 18-jähriger, uneinsichtiger Begleiter erhielten ein Betretungsverbot für die gesamte Dauer des Volksfestes. Gegen den 17-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen, eingeleitet.

Wenig später wurde unweit des Festgeländes eine 27-Jährige aufgefunden, die sich aufgrund ihrer Alkoholisierung nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Sie musste durch den Rettungsdienst behandelt werden.

Ein 27-Jähriger wurde beim „Wildpinkeln“ zwischen Verkaufsständen angetroffen und erhielt ein Bußgeld.

Ein 30-jähriger Festbesucher bekam gegen 01:45 Uhr auf der Herrentoilette einen Faustschlag ins Gesicht. Die Hintergründe sind unbekannt, der Geschädigte konnte auch keine Beschreibung seines Kontrahenten angeben. Er wurde durch den Schlag leicht verletzt.

 

Einsätze dritter Festtag

Am dritten Festtag gegen 01:00 Uhr schlug ein stark alkoholisierter 38-Jähriger seinem 33-jährigen Kontrahenten auf dem Festgelände nach anfangs verbaler Auseinandersetzung eine Glasflasche gegen den Kopf. Der 33-Jährige erlitt eine Platzwunde, die ärztlich versorgt werden musste. Gegen den 38-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Wenig später fiel auf dem Festgelände eine 20-Jährige auf, die stark alkoholisiert war und sich in einer psychischen Ausnahmesituation befand. Sie musste zur Behandlung in eine Fachklinik eingeliefert werden.

 

Der vierte Festtag verlief komplett störungsfrei.

Aus polizeilicher Sicht kann angesichts der geringen Einsatzzahlen ein positives Fazit gezogen werden.

 

 

PI Kelheim / MB

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