«Die Beschäftigten werden den Betrieb so lange stilllegen, bis sich das Unternehmen endlich bewegt», erklärte Rico Irmischer, Bevollmächtigter der IG Metall Regensburg. Zuvor hatte es bereits mehrere Warnstreiks und einen 24-Stunden-Streik gegeben. Vergangenen Freitag sei auch die vierte, auf Initiative der IG Metall zustande gekommene Verhandlungsrunde ergebnislos geblieben.
Die Gewerkschaft betonte, weiterhin gesprächsbereit zu sein. «Eine Lösung ist nach wie vor möglich. Für Verhandlungen zum Erhalt der Arbeitsplätze stehen unsere Türen jederzeit offen», sagte Irmischer. «Doch bis zu einer Lösung bleiben die Werkstore dicht.»
Das Unternehmen Mahle begründet die angekündigte Werksschließung mit auslaufenden Kundenaufträgen, der schlechten Autokonjunktur und gestiegenem Kostendruck durch asiatische Wettbewerber in Europa. «Das macht einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb unmöglich», hieß es jüngst in einer Mitteilung.
Die IG Metall hingegen wirft dem Unternehmen vor, einen profitablen Standort schließen und in die Slowakei verlagern zu wollen.
dpa