Fr., 30.11.2018 , 10:28 Uhr

Neustadt an der Donau: Bei Verfolgung Streifenwagen gerammt - Zeugenaufruf

Am 29.11.2018 kam es gegen 21:35 Uhr zu einer Verfolgungsfahrt im Bereich Neustadt a.d. Donau, als sich ein 25-Jähriger einer Verkehrskontrolle entziehen wollte. Mit 170 km/h flüchtete er vor der Polizei

Ein schwarzer 3er BMW sollte am Donnerstagabend einer Verkehrskontrolle unterzogen werden, nachdem eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Beilngries den PKW mit überhöhter Geschwindigkeit auf der St2232 feststellte. Der BMW befand sich zeitweise komplett auf der Gegenfahrbahn. Der 25-jährige Fahrzeugführer aus Neustadt setzte zur Flucht an, als ihm signalisiert wurde anzuhalten. Die Verfolgung verlagerte sich auf die B299. Dort kam es zu mehreren gefährlichen Situationen, als der Flüchtige immer wieder auf die Gegenfahrbahn geriet.

Die Polizei sucht insbesondere in diesem Zusammenhang nach Zeugen, die durch den flüchtenden BMW gefährdet wurden. Sollten Sie am Donnerstag zwischen 21:30 Uhr und 21:45 Uhr im Bereich der Staatsstraße 2232 bei Mindelstetten oder auf der B299 zwischen Pförring und Neustadt a.d. Donau in eine gefährliche Verkehrssituation verwickelt gewesen sein, melden Sie sich bitte bei der Polizeiinspektion Beilngries oder Kelheim unter 08461/6403-0 oder unter 09441/5042-0.

Im weiteren Verlauf war der Beschuldigte mit ca. 170 km/h unterwegs. Als die Streifenbesatzung versuchte den Flüchtigen zu überholen, rammte dieser den Streifenwagen. Der Streifenwagen wurde gegen den Bordstein gedrückt. Der PKW des Beschuldigten kam ins Schleudern, krachte mehrmals gegen die Betonwände einer Bahnunterführung und kam schließlich auf der Gegenfahrbahn zum Stehen. Hier mussten die eingesetzten Beamten den Mann gewaltsam aus dem Fahrzeug holen, da dieser versuchte sich dort zu verbarrikadieren. Da der 25-Jährige erkennbar unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand, wurde er zur Blutentnahme in ein Krankenhaus verbracht. Der PKW war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 €. Der Beschuldigte war außerdem nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Die Polizei Kelheim ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und weiterer Delikte. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde niemand bei dem Vorfall verletzt.

Polizeimeldung PI Kelheim

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