Mi., 13.05.2026 , 15:57 Uhr

IG Metall vollständig streikbereit – Beschäftigte kämpfen geschlossen für ihre Arbeitsplätze

Neustadt an der Donau: 24-Stunden Stillstand bei Mahle - ganztägiger Warnstreik setzt deutliches Zeichen

Der ganztägige Warnstreik bei Mahle in Neustadt an der Donau ist erfolgreich zu Ende gegangen. 24 Stunden lang stand der Betrieb komplett still. Es wurde nicht produziert, niemand arbeitete im Werk.

Während des gesamten Warnstreiks waren Streikposten der IG Metall durchgehend an allen Zugängen präsent. Das Werk war faktisch dicht.

Der 24‑Stunden‑Warnstreik war damit eine unmissverständliche Antwort der Beschäftigten auf die Ankündigung des Arbeitgebers, den Standort Neustadt schließen zu wollen.

IG Metall und Belegschaft haben gezeigt: Sie sind vollständig streikbereit.

„Dieser ganztägige Warnstreik war ein voller Erfolg“, erklärt Rico Irmischer, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Regensburg. „24 Stunden kompletter Stillstand – deutlicher geht ein Signal nicht. Die Beschäftigten stehen felsenfest hinter den Forderungen der IG Metall und hinter ihren Arbeitsplätzen. Sie werden diesen Standort nicht kampflos aufgeben.“

Die IG Metall fordert den Mahle‑Vorstand erneut auf, die Entscheidung zur Schließung des Standorts zurückzunehmen und endlich ernsthaft über Zukunftsprojekte für Neustadt zu verhandeln. Der Standort verfügt über Know‑how, Erfahrung und eine hochqualifizierte Belegschaft – genau das, was es für eine wirtschaftlich sinnvolle Perspektive braucht.

„Der Ball liegt jetzt beim Management“, so Irmischer weiter. „Nehmen Sie diese Schließungsentscheidung zurück und kommen Sie mit uns an den Tisch, um über eine Zukunft für Neustadt zu verhandeln. Wenn der Mahle‑Vorstand dazu nicht bereit ist, werden wir in den unbefristeten Streik treten.“

Auch aus Sicht der betrieblichen IG Metall-Aktiven hat der ganztägige Warnstreik viel bewegt. Christian Neumeier, Betriebsratsvorsitzender und Mitglied der Verhandlungskommission, beschreibt die Wirkung der Aktion auf die Belegschaft:

„Die Nachricht von der geplanten Schließung hat viele Kolleginnen und Kollegen zunächst aus der Bahn geworfen. Die Sorgen waren groß, viele waren entsetzt“, so Neumeier. „Unser 24-Stunden-Warnstreik hat gezeigt, wie viel Kraft im Zusammenhalt steckt. In einer starken Gewerkschaft wird Solidarität ganz konkret spürbar. Und das gibt den Menschen hier gerade Halt und viel Kraft. Genau mit dieser Kraft werden wir gemeinsam weiterkämpfen.“

Die nächsten Schritte sind bereits vorbereitet

Die Urabstimmung der IG Metall‑Mitglieder über einen unbefristeten Erzwingungsstreik findet am 20. und 21. Mai 2026 vorm Werkstor statt. Weitere Informationen zum Ablauf folgen in den kommenden Tagen.

 

 

PM IG Metall Regensburg

Das könnte Dich auch interessieren

13.05.2026 Neutraubling: Senior durchschaut falschen Polizisten - Zwei Festnahmen Betrugsversuch unter falschem Vorwand Dienstagmittag erhielt der Mann einen Anruf. Der Täter gab sich als Polizist aus und behauptete, es habe in der Umgebung Einbrüche gegeben. Bargeld und Wertgegenstände sollten angeblich zur Sicherung an die Polizei übergeben werden. Es wurde vereinbart, dass der 67-Jährige Geld und Wertsachen von der Bank holt und übergibt. Der Mann 13.05.2026 Landkreis Regensburg: Neuer Kreistag nimmt Arbeit auf – Irmgard Sauerer wird Stellvertreterin   Irmgard Sauerer neue Stellvertreterin der Landrätin Der neu gewählte Kreistag des Landkreises Regensburg hat seine Arbeit aufgenommen. Unter Vorsitz von Landrätin Tanja Schweiger wurden bei der konstituierenden Sitzung am 12. Mai 2026 im großen Sitzungssaal des Landratsamtes die neu gewählten Kreistagsmitglieder vereidigt. Zur neuen Stellvertreterin der Landrätin wählte der Kreistag Kreisrätin Irmgard Sauerer. Sie 13.05.2026 Regensburg: 44-Jähriger bedroht junge Frau im ICE – Festnahme am Hauptbahnhof Eine 17-jährige Frau ist am Montagabend in einem ICE in Regensburg von einem Mann mit einem Messer bedroht worden. 13.05.2026 Paracelsus-Medaille für Prof. Grifka: Höchste ärztliche Ehrung geht erstmals nach Regensburg Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult, Joachim Grifka, niedergelassener Arzt mit Praxis in Regensburg und ehemaliger Direktor der orthopädischen Universitätsklinik sowie Leiter der Forschungsstelle Orthopädie und Ergonomie an der OTH Regensburg, wurde am 12. Mai in Hannover mit der Paracelsus-Medaille ausgezeichnet, die als höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft gilt.