Eine Seniorin aus Neumarkt i.d.OPf. ist am Donnerstag auf eine neue Betrugsmasche hereingefallen. Ein Unbekannter gab sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und behauptete, die Bankkarte der Frau sei ausgespäht worden und müsse deshalb abgeholt werden.
Gegen 12 Uhr erschien tatsächlich eine unbekannte Person an der Wohnadresse der Seniorin. Die Frau übergab ihre Bankkarte samt PIN. Kurz darauf wurde von ihrem Konto ein Betrag im niedrigen vierstelligen Eurobereich abgebucht.
Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach dem Betrüger.
Personenbeschreibung der bislang unbekannten Person:
- 25-30 Jahre alt,
- ca. 170-180 cm groß,
- schlank,
- blonde glatte Haare,
- helle Stoffhose,
- weißes Hemd,
- weißes Cap,
- ohne Bart und ohne Brille
Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise. Personen, die am Donnerstag, 6. August 2026, im Bereich Woffenbach in Neumarkt i.d.OPf. verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Hinweise zur bislang unbekannten Person geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg zu melden.
Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt eindringlich vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen. Legen Sie bei solchen Gesprächen sofort auf!
Weitere Tipps der Polizei gegen Callcenter-Betrüger und falsche Polizisten:
- Legen Sie sofort auf, wählen Sie selbstständig die 110 und fragen Sie bei der Polizei nach, ob die angegebenen Informationen des Telefonats richtig sind.
- Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände von Ihnen.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde – auch nicht an Personen, die sich als Polizisten ausgeben
- Bankmitarbeiter werden nie an der Haustür nach Bankkarten und PINs fragen. Geben Sie Ihre Bankkarte und insbesondere Ihre PIN niemals an unbekannte Personen weiter.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch Polizisten oder andere Amtsträger.
- Rufen Sie niemals über die am Telefon angezeigte Nummer zurück! Die Täter nutzen die sogenannte Call-ID-Spoofing-Technik, um falsche Nummern anzuzeigen. Die 110 erscheint bei echten Polizeianrufen niemals im Display (auch nicht mit Vorwahl).
- Vereinbaren Sie mit Ihren Angehörigen oder engen Kontaktpersonen ein persönliches Codewort, das nur Ihnen bekannt ist. So können Sie im Ernstfall echte Notrufe von Betrugsversuchen unterscheiden.
- Lassen Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest den Vornamen und die Adresse entfernen. Wenden Sie sich dafür an Ihren Telefonanbieter. Ein Formular und Kontaktadressen finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/
PP Oberpfalz/JM