Mo., 11.04.2022 , 13:04 Uhr

Neumarkt: Ermittlungen nach möglichem Anschlag auf Stromtrassen dauern an

Nach einem möglichen Anschlag auf die Stromversorgung in Deutschland ist die bayerische Prepper-Szene in den Blick gerückt.

Erkenntnisse, wie groß die Szene ist, liegen den Behörden jedoch nicht vor. Denn, so teilte in München das Landesamt für Verfassungsschutz (BayLfV) mit: «Die Prepper-Szene als solche unterliegt nicht dem Beobachtungsauftrag.»

Ende März waren die Wohnungen von sechs Männern in Neumarkt in der Oberpfalz durchsucht worden, weil sie Sabotage von Stromtrassen geplant haben sollen. Die Polizei stellte rund 70 Schusswaffen sicher. Ob die Gruppe zur Prepper-Szene gehört, ließ sich laut Polizei noch nicht sagen. Die Ermittlungen dauerten an. Dabei würden auch mögliche Kontakte zur Reichsbürgerszene geprüft.

Der Begriff «Prepper» leitet sich vom englischen «to be prepared» ab, was «vorbereitet sein» bedeutet. Dem BayLfV zufolge sind das Menschen, «die sich auf ein erhebliches Großschadensereignis bis hin zu einem Untergang der Zivilisation vorbereiten».

Diese Vorbereitungen reichten vom Anlegen von Vorräten über den Bau von Bunkern bis zum Training von Überlebensfähigkeiten in speziellen Kursen. «Zumindest Teile der Szene scheinen auch den Umgang und den Besitz von Waffen in diese Vorbereitungen einzubeziehen», so das BayLfV. Es sei von einer sehr heterogenen Szene auszugehen.

Dem Beobachtungsauftrag des Verfassungsschutzes unterliegen den Angaben nach «Bestrebungen, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung, insbesondere das friedliche Zusammenleben der Völker, gerichtet sind». Und auch wenn in Teilen der rechtsextremistischen Szene in Bayern der Glaube an Untergangsszenarien vorhanden sei oder mit einem nahenden Bürgerkrieg gerechnet werde, so sei derzeit keine organisatorisch-strukturelle Überschneidung zwischen Preppern und Rechtsextremisten im Freistaat erkennbar, teilte das BayLfV mit.

 

dpa

 

 

Das könnte Dich auch interessieren

18.09.2026 Manching: Haftstrafen nach Diebstahl des keltischen Goldschatzes rechtskräftig Nach dem spektakulären Diebstahl des mehr als 2.000 Jahre alten keltischen Goldschatzes aus dem Kelten Römer Museum in Manching sind die Haftstrafen gegen vier Männer rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die vom Landgericht Ingolstadt verhängten Strafen in vollem Umfang bestätigt. Goldschatz mit mehr als 480 Münzen gestohlen Der Einbruch in das Kelten Römer Museum 18.09.2026 Mut beginnt im Alltag: Zivilcourage stärkt unsere Gesellschaft Schulen, Vereine und weitere Institutionen können ab sofort Informations- und Präventionsangebote zum Thema Zivilcourage nutzen. Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Sie beginnt häufig mit kleinen Gesten: aufmerksam sein, Hilfe organisieren, die Polizei verständigen oder Betroffene unterstützen. Gerade diese alltäglichen Handlungen tragen wesentlich dazu bei, Straftaten zu verhindern, Menschen zu schützen und 15.09.2026 Oberpfalz: Erschreckende Zahlen – jeder dritte tödlich verunglückte Autoinsasse war nicht richtig gesichert Zwölf Todesopfer waren nicht richtig gesichert Im Jahr 2025 kamen in der Oberpfalz 38 Menschen im Auto ums Leben. Zwölf von ihnen waren nicht angeschnallt oder nicht mit einer erforderlichen Kindersicherung geschützt. 2024 waren es noch drei Fälle. Damit hat sich die Zahl innerhalb eines Jahres vervierfacht. Polizeivizepräsident Erwin Frankl warnt angesichts dieser Entwicklung: „Diese 11.09.2026 Niederbayern: Sicher zur Schule – darauf achtet die Polizei zum neuen Schuljahr In Niederbayern verstärkt die Polizei zum Beginn des neuen Schuljahres ihre Maßnahmen für einen sicheren Schulweg. Unter dem bayernweiten Motto „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ sollen Kontrollen und Präventionsmaßnahmen helfen, Unfälle mit Kindern zu vermeiden. Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Regierungsbezirk 40 Schulwegunfälle. Dabei wurden 45 Kinder verletzt. Todesopfer gab es nicht.