Sa., 24.08.2024 , 13:59 Uhr

Neukirchen bei Heiligen Blut: Zwei Schleusungen aufgedeckt

Am Freitagnachmittag, den 23. August, haben Bundespolizisten in Neukirchen bei Heiligen Blut nach einem Hinweis aus der Bevölkerung mehrere Migranten aufgegriffen. In zwei voneinander unabhängigen Vorfällen wurden insgesamt sieben türkische und ein afghanischer Migrant entdeckt. Die Bundespolizei ermittelt in beiden Fällen wegen Einschleusens von Ausländern.

Erste Schleusung: Türkische Migranten im Van

Gegen 15:30 Uhr meldete eine aufmerksame Anwohnerin aus Neukirchen bei Heiligen Blut, dass sie eine siebenköpfige Gruppe aus dem Wald kommend beobachtet hatte. Diese Gruppe stieg in einen Van mit Berliner Kennzeichen. Daraufhin leitete die Bundespolizei sofort eine Fahndung ein.

Eine Streife stoppte den Van in Eschlkam. Im Fahrzeug befanden sich acht türkische Staatsangehörige, darunter eine 39-jährige Mutter mit ihren vier Kindern sowie eine 21-jährige Verwandte. Die Personen verfügten über keine gültigen Aufenthaltstitel. Fahrer des Vans war ein 38-jähriger Mann aus Berlin, der Beifahrer, ein 37-Jähriger, war der Ehemann der Mutter und ebenfalls türkischer Staatsangehöriger.

Herkunft der Migranten

Die Familie war zuvor in der Türkei gestartet und wurde nach ersten Erkenntnissen mit einem Lkw nach Tschechien geschleust. Im Grenzgebiet zu Deutschland setzte der Lkw-Fahrer die Familie ab, wo sie von ihrem Verwandten abgeholt wurde.

Zweite Schleusung: Afghane am Sportplatz entdeckt

Etwa eine Stunde später entdeckte eine Streife der Grenzpolizei einen 24-jährigen afghanischen Migranten am Sportplatz in Rittsteig. Der Mann konnte keine gültigen Papiere vorweisen und gab an, von einem unbekannten Fahrer nahe der Grenze abgesetzt worden zu sein. Auch dieser Fall wird als Schleusung eingestuft.

Ermittlungen und weitere Maßnahmen

Das Bundespolizeirevier Furth im Wald ermittelt nun gegen die beteiligten Schleuser, darunter die beiden türkischen Männer sowie die unbekannten Fahrer des Lkw und des Pkw. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg wurden die Männer vorläufig freigelassen. Alle aufgegriffenen Migranten haben ein Asylgesuch gestellt und wurden in die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Regensburg weitergeleitet.

 

PM Bundespolizeiinspektion Waldmünchen / TVA Onlineredaktion

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