Mi., 21.05.2025 , 17:30 Uhr

Neuer Strommarkt für den Landkreis Regensburg

Aus der Idee eines konsequent regionalen Energiesystems bringt die Bayernwerk Regio Energie (Bayernwerk) gemeinsam mit Partnern vor Ort sogenannte regionale Strommärkte auf den Weg. Nach nun insgesamt 16 regionalen Strommärkten im Freistaat geht das Bayernwerk mit der kommunalen Genossenschaft KERL (Kommunale Energie Regensburg Land eG) auch im Landkreis Regensburg einen weiteren Schritt in die dezentrale Energiezukunft. Am Dienstag, 20. Mai, haben die Vertreter des Landkreises, der KERL und des Bayernwerks hierzu den neuen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Vor Ort erzeugt, vor Ort verbraucht. Regional wird in Bayern bereits vielfach Obst, Gemüse oder Fleisch auf regionalen Märkten oder im Laden nebenan angeboten. Warum nicht auch Strom? Diesen Ansatz verfolgt das Bayernwerk schon seit einigen Jahren und hat in verschiedenen Landesteilen bereits erfolgreich regionale Strommärkte aufgebaut. Nun wurde mit den Regionalen Strommarkt im Landkreis Regensburg ein weiterer Hofladen für Energie ins Leben gerufen.

„Wir müssen von der Energieerzeugung her denken, die findet in den ländlichen Regionen statt. Wir müssen aber auch zur Anwendung kommen. Und dabei ist „verbrauchsnahe Erzeugung“ das Stichwort. Alles, was in einem engen Raum stattfindet, belastet keine Infrastruktur. Das ist die Energiezukunft,“

sagt Dr. Egon Leo Westphal, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG, zur Kooperationsvereinbarung.

Mit dem Start des regionalen Strommarkts können die Kundinnen und Kunden künftig die vor Ort erzeugte Energie mit einem neuen Stromvertrag beziehen. Möglich wird dies für die Einwohner der 41 Gemeinden im Landkreis Regensburg, die in der KERL organisiert sind. Landrätin Tanja Schweiger begrüßt dieses neue Angebot:

„Jetzt machen wir einen weiteren Schritt beim Miteinander in der Energiewende. Denn es geht darum, das, was vor Ort erzeugt wird, auch vor Ort zu verkaufen.“

Die Bürgerinnen und Bürger können mit dem Tarif „RegioEnergie Regensburg“ künftig den zertifizierten Ökostrom einkaufen, der auch im überregionalen Vergleich attraktiv ist. So liegt der Arbeitspreis für eine Kilowattstunde aus dem Regionalen Strommarkt Regensburg bei 29,97 Cent pro Kilowattstunde. Damit ist es nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Perspektive ein gutes Angebot für neue Stromkunden.

Zudem hat es das Potential, die Energiewende vor Ort greifbarer zu machen, erklärt Bela Szabo, Geschäftsführer der KERL:

„Es ist natürlich schwierig für die Bürger, von diesem abstrakten Konstrukt der Energiewende auch den persönlichen Nutzen, den man für sich selbst hat, zu sehen. Mit so einem Produkt, bei dem wir die Energie, die vor der Haustür erzeugt wird, den Bürgern bringen, haben wir ein Stück weit Akzeptanz. Und die ist ganz wichtig, wenn man die Energiewende im Landkreis voranbringen möchte.“

Die Strommengen für den neuen Strommarkt sollen weitgehend aus regionalen Photovoltaikanlagen und Wasserkraftwerken gedeckt werden. Dazu laufen aktuell Gespräche mit regionalen Anlagenbetreibern, die ihren Strom in den Markt einspeisen und damit vermarkten wollen. Weitere Einspeiser von Erneuerbaren der näheren Umgebung können ebenso mitmachen und ihren Strom direkt vor Ort vermarkten.

Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.bayernwerk-regio-energie.de.

 

PM Bayernwerk

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