Fr., 17.09.2021 , 16:28 Uhr

Neue Pooltests starten nicht überall in Bayern zum Wochenanfang

Die Umstellung der Coronatests in den bayerischen Grund- und Förderschulen wird noch nicht zu Beginn der kommenden Woche überall möglich sein.

Wie ein Sprecher des Kultusministeriums in München am Freitag sagte, könne es aus unterschiedlichen Gründen zu Verzögerungen kommen. Nach Recherchen der Deutschen Presse-Agentur werden nicht alle Schulen am Montag mit den sogenannten Lollitests beginnen.

Das Ministerium hatte angekündigt, dass diese Tests «ab dem 20. September an Grund- und Förderschulen für noch mehr Sicherheit sorgen» würden. Der bayernweite Projektstart für die neuen Pooltests bleibe wie geplant nächste Woche, sagte der Sprecher - ergänzte aber: «Das bedeutet auch, dass es nicht ab Montag mit der neuen Testung losgehen muss.»

Es könne sein, dass Einverständniserklärungen der Eltern fehlten, Lieferschwierigkeiten auftreten oder noch nicht alle Daten im System eingegeben werden konnten, nannte er Beispiele für Verzögerungen. In diesen Fällen würden noch für eine kurze Übergangszeit die bisherigen Selbsttests weiter verwendet.

Bei den neuen PCR-Tests, die im Labor ausgewertet werden und die als genauer gelten als die bisherigen Schnelltests, sollen die Kinder an zwei Tupfern lutschen. Zunächst werden dann die Proben von allen in einem größeren Röhrchen gesammelt - also als Pool - untersucht. Findet sich ein Hinweis auf eine Infektion in der Klasse, werden die zweiten Proben der Kinder einzeln analysiert.

Lehrerverbände hatten das Projekt in dieser Woche kritisiert, weil es zu kurzfristig von den Schulen eingeführt werden müsse. «Das Schuljahr beginnt, wie das alte geendet hat: Hektik, Stress und großer Druck», sagte die Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann.

Erst wenige Tage vor Beginn des Schuljahrs habe das Ministerium über die neuen Pooltests die Lehrer informiert, bemängelte auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Mit einem unrealistischen Zeitplan habe sich erneut gezeigt, «wie weit entfernt das Kultusministerium von der schulischen Realität ist».

dpa

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