Mo., 10.11.2014 , 11:51 Uhr

Neue Betrugsmasche mit falscher Anrufernummer

Am Notruf der Polizeieinsatzzentrale in Regensburg gingen im September mehrere Anrufe von Personen quer durch die gesamte Oberpfalz ein, die mitteilten, dass Sie nur die an den eigenen Geräten angezeigte Rufnummer zurückrufen würden.

Diese Anrufe sorgten anfangs für Verwirrung, da die Anrufer jeweils wissen wollten, warum sich die Polizei telefonisch mit ihnen in Verbindung setzen wollte. Erst als hinterfragt wurde, welche Nummer am Display angezeigt wurde, war schnell erkennbar, dass entweder nur die 110 oder Nummern, die mit 110 beginnen an den Apparaten hinterlegt waren. Ein Rückruf zu diesen Nummern führt zu einer Verbindung mit dem Polizeinotruf.

Wie Ermittlungen der Kriminalpolizei zwischenzeitlich ergaben, handelt es sich bei den besagten Anrufen um das sogenannte „Call ID Spoofing“. Dieses Verfahren ermöglicht es Betrügern, die tatsächliche Rufnummer zu unterdrücken und eine frei wählbare Nummer anzeigen zu lassen. So wird dem Angerufenen vorgegaukelt, er würde von der Rufnummer 110, also von der Polizei, kontaktiert.

In anderen Bundesländern kam es so unter Vorspiegelung eines amtlichen Anrufes bereits zu betrügerischen Forderungen gegenüber den Angerufenen. So sollten Geldbeträge per Western Union überwiesen werden.

Bislang sind in der Oberpfalz noch keine Geschädigten bekannt, die aufgrund eines derartigen Anrufes Zahlungen getätigt haben. Es gibt aber Meldungen von Gewinnspielanrufen, die ebenfalls unter Einblendung einer falschen Telefonnummer getätigt worden sind. So sollen sich aus Kelheim und Mainburg in den vergangenen Tagen diese Fälle gehäuft habem

Für Anrufe mit der Rufnummer 110 gilt ohne Ausnahme:

 

pm / SC

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