Mo., 18.07.2022 , 17:23 Uhr

Nachgebaute römische Galeeren erreichen Regensburg

Der Donaulimes in Bayern steht als Teil der «Grenzen des Römischen Reiches» seit dem vergangenen Jahr auf der Welterbeliste der Unesco. In Mariaort nahe Regensburg haben am Montag drei Nachbauten römischer Galeeren der Universitäten Regensburg und Erlangen-Nürnberg angelegt.

An der Mündung der Naab in die Donau konnten Interessierte die Schiffe namens «Regina», «Danuvina Alacris» und «F.A.N.» besichtigen. Die Galeeren sind unter dem Motto «Journey without Limits. Welterbe Donaulimes: Mit Römerbooten durch Europa» unterwegs.

In diesem Gebiet bei Regensburg seien einst tatsächlich die Römer mit solchen Schiffen häufig unterwegs gewesen, weil dort ein Einfall der Gegner wahrscheinlich gewesen sei, erläuterte Heinrich Konen, der Akademische Direktor am Lehrstuhl für Alte Geschichte in Regensburg. «Man muss davon ausgehen, dass ständig Patrouille gefahren wurde.»

Einblicke in römisches Lagerleben gaben bei der Präsentation die Legionäre der Legio III Italica Antoniniana des Regensburger Vereins der Freunde der Alten Geschichte. Für Kinder gab es unter anderem eine römische Schreibstube. Der Lehrstuhl für Alte Geschichte führte Experimente zur antiken Eisenverhüttung vor.

Der grenzüberschreitende Donaulimes verläuft innerhalb des Freistaates durch Niederbayern und ein Stück durch die Oberpfalz. Das Welterbe-Projekt tangiert die Städte Kelheim, Neustadt an der Donau, Passau, Regensburg, Straubing, die Gemeinde Künzing sowie die Kreise Deggendorf und Kelheim.

Die Unesco schreibt dem Donaulimes mit der Aufnahme in die Welterbe-Liste einen «außergewöhnlichen universellen Wert» zu. Der Limes erstreckte sich von Großbritannien über Mittel- und Osteuropa und den Nahen Osten bis nach Nordafrika. Die Donau fungierte dabei als Verlängerung der befestigten Grenzanlage an Land. Die Unesco strebt die vollständige Anerkennung der 6000 Kilometer langen römischen Grenze an.

 

dpa

 

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