Wie die Polizei bestätigt wurde gegen 15:15 Uhr auch eine zweite tote Person gefunden. Die Identifizierung steht derzeit noch aus und die Bergung dauert an. Sobald die Bergung abgeschlossen ist, werden die Arbeiten eingestellt und morgen fortgesetzt.
FC
Das Technische Hilfswerk (THW) war bis in die Morgenstunden mit der Absicherung des Gebäudekomplexes in Regensburg beschäftigt. Seit den Vormittagsstunden können Einsatzkräfte das Gebäude betreten.
Von den beiden vermissten Personen wurde zwischenzeitlich eine männliche Person tot aufgefunden.
Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Weiterhin wird um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 0941/506-2888 gebeten. Zudem bittet die Polizei um Bilder und Videos des Explosions- und Brandgeschehens. Diese können hier hochgeladen werden.
Wie ein Polizeisprecher heute gegenüber TVA bestätigt hat, wurde vor Ort ein Mann tot aufgefunden und geborgten.
Die zweite Person, die noch vermisst wird, wird weiter von der Polizei gesucht. Die Kriminalpolizei ermittelt – und laut Polizeisprecher vor Ort ermittelt man auch in alle Richtungen. Man habe aber noch keine Ergebnisse. Die Vermutung sei, auch die zweite Person sei noch im Haus.
Zu beiden Personen macht die Polizei keine weiteren Angaben. Die Arbeiten im Haus dauern an, bis die zweite vermisste Person gefunden sei, so ein Polizeisprecher vor Ort.
Am Mittwoch (28.10.) war es aus noch ungeklärter Ursache in dem Mehrparteienhaus zu einer Explosion gekommen, die große Schäden angerichtet hat. Das Haus musste durch das THW abgesichert werden, Bewohner durften nur zeitweise hinein, um ihre Habseligkeiten mitzunehmen.
Zunächst hatten die Einsatzkräfte das Haus nicht betreten können, um nach den beiden vermissten Personen zu suchen.
Zur Schadenshöhe machten die Behörden zunächst keine Angaben. Der direkt betroffene Gebäudeteil müsse «auf jeden Fall komplett abgerissen werden», sagte ein Polizeisprecher.
Das Wohnhaus, in dem es zur Explosion kam, ist Teil eines vierstöckigen Reihengebäudes, das komplett gesperrt wurde. Der Gebäudekomplex ist ohne Strom, Wasser und Gas.
Einige Bewohner konnten bereits am Mittwoch kurz in ihre Wohnungen, um das Notwendigste für die Nacht zu holen. Am Donnerstag sollten weitere Bewohner der angrenzenden Gebäudeteile zumindest vorübergehend zurückkehren können, um Dinge zu holen.
Die meisten Bewohner seien «bei Freunden, Hotels oder dergleichen untergekommen», sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Für die anderen suchte die Stadt Regensburg über ihre Homepage nach Unterkunftsangeboten.
dpa / MF