Mo., 07.09.2026 , 15:10 Uhr

Politischer Gillamoos: Reaktionen auf das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt

Am Tag nach der Wahl in Sachsen-Anhalt treffen sich die Parteien zum verbalen Schlagabtausch. Die Stimmung bei den Besuchern könnte dabei unterschiedlicher kaum sein.

Passender könnte der Politische Frühschoppen auf dem Gillamoos in Abensberg für die AfD einen Tag nach dem deutlichen Wahlsieg in Sachsen-Anhalt nicht liegen. Vor den Auftritten unter anderem von Bayerns Parteichef Stephan Protschka und der Bundestagsvizefraktionschefin Beatrix von Storch ist die Stimmung bei den Besuchern unter freiem Himmel auf der Schlosswiese in Abensberg erwartbar gut. 

Mehrere Besucher sprachen angesichts des Wahlergebnisses von einem Denkzettel für die etablierten Parteien. «Wenn ich immer wieder die CSU etc. wähle, dann merken die doch gar nicht, dass sie was falsch gemacht haben», sagte ein Gast. Ein anderer sagte: «Die AfD wird weiter wachsen.» 

Am Eingang zum Gelände demonstrierten dagegen einige Gegner der Partei. Sie hielten unter anderem Schilder mit Slogans wie «Nazis in die Hölle remigrieren» in die Höhe.

 

Wie reagieren Söder und Dobrindt auf die CDU-Verluste?

Bei der CSU herrscht dagegen vor dem Auftritt von Parteichef Markus Söder und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt Katerstimmung angesichts der herben Verluste der Schwesterpartei CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Für genügend Lautstärke sorgt im Zelt die Livemusik. Bei Grünen, SPD und Freien Wählern fanden sich ebenfalls deutlich vor Beginn der Reden zum politischen Schlagabtausch die ersten Besucherinnen und Besucher ein. 

dpa

Mehr zum Thema heute bei TVA

Mehr zu den Reden gibt es heute ab 18:00 Uhr im TVA Journal zu sehen - und natürlich hier und in der Mediathek, sobald die Videos verfügbar sind!

Abensberg: Gillamoos nach Wahl-Beben – so reagiert die CSU auf Sachsen-Anhalt
Nur einen Tag nach der einschneidenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD beinahe die absolute Mehrheit erreicht hätte, sind die bayerischen Parteien zum politischen Gillamoos zusammengekommen. Für die CSU standen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Ministerpräsident Markus Söder auf der Bühne. Besonders im Fokus stand die Frage, wie die CSU auf das Wahlergebnis reagiert und ob Bundeskanzler Friedrich Merz Kritik einstecken muss. CSU zeigt sich beim Gillamoos selbstbewusst In Bayern scheint die Welt für die CSU zunächst noch in Ordnung. Das Hofbräuzelt am Gillamoosmontag war voll mit Anhängern, beim Einmarsch von Markus Söder gab es kräftigen Applaus. Zunächst sprach Alexander Dobrindt. Der Bundesinnenminister erwähnte die AfD nur kurz. Nachdenklichkeit oder Selbstzweifel ließ er nicht erkennen. Stattdessen stellte Dobrindt vor allem die von der Gesellschaft geforderte Leistungsbereitschaft in den Mittelpunkt. Söder reagiert emotional auf Wahlausgang Anschließend übernahm Markus Söder die Bühne. Der bayerische Ministerpräsident hielt eine emotionale Rede und schien innerlich deutlich bewegt vom Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Söder betonte, Bayern habe seine Hausaufgaben gemacht. Als Beispiele nannte er unter anderem Grenzkontrollen und Abschiebungen. Gleichzeitig machte der CSU-Chef deutlich, dass es seiner Partei nicht um radikale Positionen gehe. Söder warnt vor AfD-Regierung Der Ministerpräsident warnte außerdem davor, welche Folgen eine AfD-Regierung haben könnte. Keine offene Kritik an Friedrich Merz Eine direkte Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz gab es beim Gillamoos nicht. Stattdessen setzte Söder einen Seitenhieb gegen die Freien Wähler. Erst ganz am Ende seiner Rede ließ der CSU-Chef eine kleinere Abgrenzung von der Bundespolitik und Kanzler Friedrich Merz erkennen.
Abensberg: Volle Bierbänke bei der AfD – vor dem Schlossgarten wird protestiert
Abensberg: Aiwanger rechnet beim Gillamoos mit der Bundes- und Europapolitik ab
Gillamoos: „Raus aus dem Frust“ – FDP rechnet mit der Bundesregierung ab
Gillamoos: Kampf um die Demokratie – SPD übt Selbstkritik und attackiert Söder und AfD
Abensberg: Weißbier, Weißwurst und Politik – Grüne machen klare Ansagen beim politischen Gillamoos

Impressionen und Informationen aus den Zelten

Hier finden Sie aktuelle Videos und Fotos aus den Zelten. Auch die Videos zu den Reden aus den Zelten werden wir hier veröffentlichen, sobald sie fertig sind.

Ebner-Steiner: Regierungsanspruch für AfD

Katrin Ebner-Steiner leitete aus dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt einen Regierungsanspruch ihrer Partei ab und kündigte weitere Erfolge auf Landes- und Bundesebene an. Ziel sei letztlich eine AfD-geführte Bundesregierung mit Alice Weidel als Kanzlerin. Zudem forderte sie den Verfassungsschutz auf, stattdessen die etablierten Parteien und die Bundesregierung zu beobachten.

dpa

Söder: Kein Regierungsauftrag für CDU

Söder sieht nach dem AfD-Wahlsieg zunächst keinen Regierungsauftrag für die CDU. Das Wahlergebnis müsse demokratisch akzeptiert und die AfD nun inhaltlich gestellt werden. Eine Zusammenarbeit von Union und AfD lehnt er ab. Gleichzeitig kündigte er an, in Bayern entschieden gegen die AfD kämpfen zu wollen.

dpa

Applaus für Heil

Standing Ovations der Genossen nach einer kämpferischen Rede von Hubertus Heil. Er hat sich aber auch selbstkritisch gegeben: Die SPD müsse besser werden. Er wolle die Demokratie nicht kampflos den Extremen überlassen.

Ebner-Steiner auf der Bühne

Katrin Ebner-Steiner hat heute in Abensberg gesagt, die AfD sei "in der Mitte der Gesellschaft angekommen". Man mache Bayern blau, das sei das Signal aus Kelheim.

AfD-Veranstaltung in Abensberg

Beatrix von Storch hat sich auf der Bühne zum Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt geäußert.

Aiwanger zu Sicherheit

Auch Hubert Aiwanger hat sich zum Thema Sicherheit geäußert und dabei auch gleich noch das Thema Bundeswehr angesprochen.

Hofreiter zum Thema Sicherheit

Anton Hofreiter hat bei den Grünen heute auch das Thema Sicherheit angesprochen.

Rede bei der SPD

Hubertus Heil hat auf der Bühne heute über die politische Zukunft in Deutschland gesprochen. Er sagt, man sei es den Kindern schuldig, dass diese in einem demokratischen Land aufwachsen können.

Söder auf der Bühne zum Thema Grenzpolizei

Markus Söder hat heute auf der Bühne auch die bayerische Grenzpolizei gelobt.

Wahlergebnis auch bei der SPD das Thema

Ein kämpferischer Hubertus Heil hat heute das Festzelt begeistert. Auch bei der SPD war das Wahlergebnis von gestern Thema. Heil bezeichnete das SPD-Ergebnis von 9,3 Prozent in Sachsen-Anhalt als zu schwach. Die Partei müsse wieder deutlicher machen, wofür sie stehe, und sich im Kampf für die Demokratie stärken.

Söder auf der Bühne zum Thema AfD

Markus Söder schimpft auf die AfD und lobt Europa.

Markus Söder ist auf der Bühne

Söder bezeichnet sich selber als Nummer 1 der bayerischen Politik - die Bühne betrat er mit dem Einlaufsong: "I need a Hero". Bayern wolle er "nicht der AfD überlassen.

Grüne: Hofreiter auf der Bühne

Anton Hofreiter nimmt kein Blatt vor den Mund und findet klare Worte für die AFD.

FDP: Wahlergebnis ist Thema

Auch bei der FDP ist das Wahlergebnis das große Thema: Es geht um die politische Zukunft in Sachsen-Anhalt.

CSU: Ausschnitt der Rede

Bei der CSU geht es heute natürlich auch wie bei den anderen Parteien um das gestrige Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt.

CSU: Dobrindt auf der Bühne

Vor Ministerpräsident Markus Söder spricht Alexander Dobrindt auf der Bühne.

AFD: Blasmusik steht im Stau

Kurios wurde es heute vor dem Auftritt von Katrin Ebner Steiner. Der Einzug musste ohne Blasmusik erfolgen, denn diese stand im Stau.

FDP: Redner eingetroffen

Auch bei der FDP sind die Politiker eingetroffen.
Hauptredner ist Henning Höne, stellvertretender FDP Bundesvorsitzender.

FW: Hubert Aiwanger ist da, ca 10:00 Uhr
Auch bei den Grünen trifft die Rednerin ein!

Heil verspätet


Bei der SPD verspätet sich Hubertus Heil scheinbar. Laut unseren Informationen gibt es den Einmarsch erst kurz nach 10 Uhr

Demonstration vor AFD-Veranstaltung

Im Vorfeld der AFD-Kundgebung hat es in Abensberg heute eine Gegendemonstration gegeben. Für die AFD-Veranstaltung selbst sind laut Polizei rund 1000 Teilnehmer angemeldet.

Demonstration von AFD-Gegnern vor der Veranstaltung, ca. 9:25 Uhr
CSU - dem Eintreffen von Markus Söder (ca. 8:50 Uhr)
AFD auf der Schlosswiese, ca 8:45 Uhr
SPD in der Holledauer Festhalle, ca. 9:45 Uhr
Die FDP im Piccolo Festzelt Gillamoosicci, ca 8:45 Uhr
B90/Grüne im Weinzelt, ca 9:00 Uhr
Freie Wähler im Weissbierstadl, ca 9:25 Uhr

Mehr auf Instagram

Hier finden Sie noch mehr Eindrücke aus Abensberg finden Sie heute im Laufe des Vormittags auf unserem Instagram-Profil (Story):

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den 07.09.2026 Nach Prügel-Attacke beim Judo: Polizei ermittelt Nach der Prügel-Attacke in der Judo-Bundesliga hat die Polizei nach einer Anzeige wegen Körperverletzung die Ermittlungen aufgenommen. Der Leipziger Gast-Kämpfer Akaki Japaridze aus Georgien, der den deutschen Olympia-Starter Timo Cavelius vom TSV Abensberg nach einem verlorenen Bundesligakampf krankenhausreif prügelte und schwer im Gesicht verletzte, wurde am Samstagabend von den Behörden in der Leipziger Sporthalle Brüderstraße 26.08.2026 Finanzminister Klingbeil: Keine Zuckersteuer auf Zero-Getränke Finanzminister Lars Klingbeil will keine Extrasteuer auf zuckerfreie Getränke erheben. «Das mache ich nicht. Das wird nicht kommen», erklärte der SPD-Chef auf Instagram. Eine «Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke» ergebe keinen Sinn. Am Dienstag war ein Papier aus Klingbeils Ministerium öffentlich geworden, in dem vorgeschlagen wurde, neben Limonaden unter anderem auch Zero- und Light-Getränke, Biermischgetränke, Haferdrinks 20.08.2026 Bayern: Rund 19.800 Plätze in Asylunterkünften seit Sommer 2025 abgebaut In Bayern sind seit Sommer 2025 rund 19.800 Plätze in Asylunterkünften abgebaut oder gekündigt worden. Damit ist das für 2026 gesetzte Ziel von mindestens 20.000 Plätzen bereits im August nahezu erreicht. In den kommenden Monaten und 2027 soll der Abbau weitergehen.   Abbau in allen sieben Regierungsbezirken Nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist