Mo., 15.06.2020 , 14:12 Uhr

Nach Corona-Verzögerung: IHK-Abschlussprüfungen starten

Mit sieben Wochen Corona-Verzögerung starten ab morgen, 16. Juni, die Abschlussprüfungen im Bezirk der IHK Regensburg für Oberpfalz und Kelheim. 

IHK-Präsident Michael Matt wünscht den rund 3.700 Nachwuchskräften, deren Prüfungen ursprünglich Ende April angesetzt waren, viel Erfolg. „Eine Berufsausbildung ist auch in schwierigen Zeiten eine hervorragende Basis für den Karrierestart. Gerade jetzt brauchen die Unternehmen mehr denn je qualifizierte Fachkräfte – entsprechend gut sind die Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen in den Betrieben“, zeigt sich Matt sicher.

Generell funktioniere das System der beruflichen Bildung auch in Krisenzeiten, so IHK-Bereichsleiter Ralf Kohl – auch wenn in manchen Branchen wie beispielsweise in der Gastronomie und Hotellerie die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in diesem Jahr vermutlich zurückgehen werde. Andere Branchen wiederum suchten verstärkt Spezialisten und qualifizierte Nachwuchskräfte. Beispielsweise rüste der IT-Bereich auf, da die Coronakrise die Digitalisierung nochmals befeuert habe. „Wie sich die Krise letztendlich auf den Ausbildungsmarkt auswirkt, wird sich erst zum Ausbildungsbeginn im September zeigen. Wir gehen allerdings nicht davon aus, dass Ausbildungsplätze Mangelware sein werden, da es aktuell und in den vergangenen Jahren deutlich mehr Ausbildungsplatzangebote als Bewerber gab“, betont Kohl. Anfragen zur vorzeitigen Kündigung von bereits abgeschlossenen Berufsausbildungsverträgen für den Ausbildungsbeginn 2020 waren bei den Ausbildungsberatern der IHK ebenso noch kein Thema. Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen sei trotz der bestehenden Unsicherheiten nach wie vor hoch.

 

Hygienevorkehrungen für Prüfungssituation

Die Regensburger IHK ist für den kommenden Prüfungsmarathon gewappnet.

Die industriell-technischen Ausbildungsprüfungen werden am 16. und 17. Juni 2020 nachgeholt. Dazu zählen angehende Elektroniker, Industriemechaniker oder Mechatroniker.

Die kaufmännischen IHK-Prüfungen für beispielsweise Einzelhandels-, Bank- und Industriekaufleute finden am 18. und 19. Juni 2020 statt.

Der Prüfungsablauf sei durch umfassende Hygienevorkehrungen gesichert, so Kohl. Ausgewiesene Laufwege und deutlich vergrößerte Sitzabstände sorgen für den nötigen Abstand zwischen den Prüflingen. Während der Prüfungen besteht deshalb auch keine Mundschutzpflicht, jedoch bei Betreten und Verlassen der Prüfungsräume. Die Masken müssen von den Prüflingen selbst mitgebracht werden. Darüber hinaus übernehmen beispielsweise IHK-Mitarbeiter die Aufsicht der Prüfung, wenn die ursprünglichen Prüfungsaufsichten zu einer Risikogruppe gehören. „Die Gesundheit der Prüfungsteilnehmer, der ehrenamtlich tätigen Prüferinnen und Prüfer sowie der Prüfungsaufsichten steht immer an erster Stelle“, sagt Kohl.

Weitere Informationen unter www.ihk-regensburg.de/corona/berufliche-bildung

 

Pressemitteilung IHK Regensburg

 

Das könnte Dich auch interessieren

16.04.2026 Ostbayern: Bilanz nach Blitzmarathon 2026 Nach 24 Stunden intensiver Geschwindigkeitskontrollen ist der Blitzmarathon 2026 in der Oberpfalz am 16. April um 6 Uhr zu Ende gegangen. Nun hat die Polizei ihre Bilanz vorgestellt. Ziel der Aktion war es, auf die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und schwere Verkehrsunfälle langfristig zu reduzieren. Auch in der Oberpfalz: Geschwindigkeit bleibt Unfallursache 16.04.2026 Neue Verstärkung für die Polizei in der Oberpfalz Am Mittwoch begrüßte Polizeivizepräsident Robert Fuchs im Polizeipräsidium Oberpfalz die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Oberpfalz. 25.03.2026 IKEA ruft Kerzen wegen Brandgefahr zurück Der Möbelhändler IKEA ruft die SMÖJTRÄD Lüsterkerzen, duftneutral, 25 Zentimeter, zurück. 20.03.2026 Oberpfalz: „Keyless-Go“ im Visier von Autodieben – Polizei gibt Tipps zum Schutz „Keyless-Go“-Diebstahl in der Oberpfalz Die Zahl der Diebstähle von Autos mit „Keyless-Go“-Technologie schwankt laut Polizei zwar von Jahr zu Jahr, liegt in der Oberpfalz aber seit längerer Zeit auf einem vergleichbaren Niveau. Aus Sicht der Polizei gibt es deshalb keinen Anlass zur Sorge wegen ungewöhnlich hoher Fallzahlen. In diesem Jahr wurden allerdings bereits mehrere Fälle