Mi., 07.06.2023 , 20:30 Uhr

Mutmaßliches Schleusernetzwerk zerschlagen - Durchsuchung auch in Regensburg

Mehrere Personen sollen Hunderte von Menschen geschleust haben. In diesem Zusammenhang hat es neben einer Verhaftung in Essen auch mehrere Durchsuchungen, unter anderem in Regensburg, gegeben.

Bei einem Einsatz gegen ein international tätiges Schleusernetzwerk hat die Bundespolizei in Essen einen Mann verhaftet. Der 38-jährige Syrer wurde am frühen Mittwochmorgen festgenommen, wie ein Sprecher der Bundespolizei in Potsdam sagte. Weitere Durchsuchungen gab es im brandenburgischen Nauen, in Regensburg in Bayern sowie in der rumänischen Stadt Temeswar. Dort wurden nach Angaben der Behörde vier weitere Tatverdächtige festgenommen. Bereits in der vergangenen Woche sei außerdem eine Person in Bulgarien verhaftet worden.

Die Beschuldigten stehen im Verdacht, unter menschenunwürdigen Bedingungen türkische und syrische Staatsangehörige von der Türkei aus nach Rumänien und Deutschland geschleust zu haben. Mehr als 300 Menschen seien nach Rumänien gebracht worden, mindestens 560 Personen nach Deutschland. Auf der Etappe von Rumänien nach Deutschland seien Lastwagen genutzt worden, auf denen die Menschen mehrere Tage versteckt zwischen der Ladung hätten ausharren müssen.

Bei den Einsätzen am Mittwoch seien auch hochwertige Autos, Handys, Bargeld und weitere Beweismittel sichergestellt worden, teilte die Bundespolizei mit. Insgesamt seien in Deutschland und Rumänien 197 Einsatzkräfte beteiligt gewesen.

Schon im Juli 2022 hatte die serbische Polizei im Rahmen eigener Ermittlungen einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Im Dezember wurde eine internationale Ermittlungsgruppe mit deutscher, serbischer und rumänischer Beteiligung gebildet. In dem Fall arbeitet die Bundespolizei außerdem mit der Polizei in Österreich sowie mit Europol zusammen.

 

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

16.04.2026 12-jährige Afina-Adel R. aus Regensburg vermisst 16.04.2026 Ostbayern: Bilanz nach Blitzmarathon 2026 Nach 24 Stunden intensiver Geschwindigkeitskontrollen ist der Blitzmarathon 2026 in der Oberpfalz am 16. April um 6 Uhr zu Ende gegangen. Nun hat die Polizei ihre Bilanz vorgestellt. Ziel der Aktion war es, auf die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und schwere Verkehrsunfälle langfristig zu reduzieren. Auch in der Oberpfalz: Geschwindigkeit bleibt Unfallursache 16.04.2026 Regenstauf: Pferd tritt Kopf von Hufschmiedin Das Hufeisen hat einer Hufschmiedin tatsächlich Glück gebracht, als sie von einem Pferd getreten wurde. 16.04.2026 Wörth a.d. Donau: Unbekannte fällen mehrere Bäume Wer fällt mehrere Bäume und lässt sie dann einfach liegen?