Mo., 17.05.2021 , 15:28 Uhr

München/Regensburg: 234 Kilogramm Captagon-Tabletten sichergestellt - 35 Jahre alter Mann in Haft

Einen Rekordfund haben das Bayerische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Regensburg heute vermeldet. Sie konnten 234 Kilogramm Captagon-Tabletten sicherstellen. Bei Captagon handelt es sich um ein fenetyllinhaltiges Arzneimittel, das als Sympathomimetikum und Stimulans genutzt wurde. Ein 35 Jahre alter Mann ist im Zuge der Ermittlungen von Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Niederbayern festgenommen worden.

Hier die gemeinsame Pressemitteilung des Bayerischen Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Regensburg

Fahndern der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift des Bayerischen Landeskriminalamtes und des Zollfahndungsamtes München (GER Südbayern) ist die bislang größte Sicherstellung von Captagon-Tabletten in Bayern gelungen. Insgesamt wurden rund 234 Kilogramm sichergestellt – eine noch nie dagewesene Menge.

Bei Captagon handelt es sich um ein fenetyllinhaltiges Arzneimittel, das als Sympathomimetikum und Stimulans genutzt wurde. Es gehört daher zu den Weckaminen und hat mit den Wirkstoffen Amphetamin und Methamphetamin den prinzipiellen Wirkmechanismus gemein. Captagon ist seit Anfang der 2000er Jahre in
Deutschland nicht mehr als Arzneimittel zugelassen und unterfällt dem Betäubungsmittelgesetz. Die sehr schnell abhängig machende Droge soll die Leistungsfähigkeit erhöhen sowie Schmerz und Müdigkeit unterdrücken.

Nach umfangreichen Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Regensburg war ein 35-jähriger syrischer Staatsangehöriger in den Fokus der Beamten geraten. Der Beschuldigte steht im dringenden Verdacht, Anfang Mai eine Lieferung der Tabletten, die nach bisherigen Erkenntnissen aus dem vorderasiatischen Raum stammen, erhalten zu haben. Das Rauschgift versteckte er auf Paletten mit Baustoffen in der Lagerhalle eines Aussiedlerhofes in Niederbayern.

Mittels einer Spedition hätten diese Paletten mit der legalen und der versteckten illegalen Fracht nach Hamburg zur Verschiffung nach Saudi-Arabien gebracht werden sollen. Kurz vor dem anstehenden Transport nach Hamburg schlugen die Ermittler am Montag, 10.05.2021, zu. Der 35-Jährige wurde an seinem Wohnsitz mit Unterstützung von Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Niederbayern vorläufig festgenommen.

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung und der besagten Lagerhalle wurden zahlreiche digitale Speichermedien sowie die 234 Kilogramm CaptagonTabletten sichergestellt. Gegen den Beschuldigten, der sich zu den Tatvorwürfen bislang nicht eingelassen hat, erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg Haftbefehl durch den zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Regensburg. Dem 35-Jährigen wird
der illegale Handel mit Amphetamin in nicht geringer Menge zur Last gelegt.

Die weiteren Ermittlungen führt die GER Südbayern unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Regensburg.

Das könnte Dich auch interessieren

20.03.2026 Oberpfalz: „Keyless-Go“ im Visier von Autodieben – Polizei gibt Tipps zum Schutz „Keyless-Go“-Diebstahl in der Oberpfalz Die Zahl der Diebstähle von Autos mit „Keyless-Go“-Technologie schwankt laut Polizei zwar von Jahr zu Jahr, liegt in der Oberpfalz aber seit längerer Zeit auf einem vergleichbaren Niveau. Aus Sicht der Polizei gibt es deshalb keinen Anlass zur Sorge wegen ungewöhnlich hoher Fallzahlen. In diesem Jahr wurden allerdings bereits mehrere Fälle 14.02.2026 Barbing: Eisenstange fällt von Lastwagen – Kettenreaktion auf der A3 Am 13.02.2026 gegen 13:40 Uhr kam es auf der A3 in Richtung Passau bei Barbing zu einem Zwischenfall mit drei beschädigten Fahrzeugen. Ursache war eine mangelhafte Ladungssicherung an einem Lastwagen. Eisenstange fällt auf die Fahrbahn Ein 37-jähriger Lastwagen-Fahrer war auf der A3 unterwegs, als er auf Höhe der Anschlussstelle Regensburg-Ost eine Eisenstange verlor. Das Metallteil 30.01.2026 Hemau: Angriff mit Eisenstangen – Landgericht fällt Urteil nach Mammutprozess Nach einem einjährigen Strafverfahren hat das Landgericht Regensburg fünf Männer wegen eines brutalen Angriffs auf zwei Brüder zu langen Haftstrafen verurteilt. Der Prozess, bei dem ursprünglich elf Beschuldigte auf der Anklagebank saßen, zählte laut Gericht zu den aufwendigsten Hauptverhandlungen der vergangenen Jahre – insgesamt waren 49 Verhandlungstage nötig. Angriff mit Eisenstangen an Tankstelle Die Tat 01.01.2026 Oberpfalz: Silvesternacht bleibt größtenteils entspannt – Polizei zufrieden Die Oberpfalz ist überwiegend friedlich in das neue Jahr 2026 gestartet. Das Polizeipräsidium Oberpfalz verzeichnete in der Silvesternacht weit über 300 Einsätze. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich damit eine konstante Einsatzlage. Die Feierlichkeiten verliefen größtenteils ruhig. Die Polizei musste sich vor allem um kleinere Brände, Ruhestörungen, Streitigkeiten und Sachbeschädigungen kümmern. Größere Vorfälle blieben die