Mo., 17.05.2021 , 15:41 Uhr

München/Ostbayern: Agilis erhält Zuschlag für Regionalverkehr auf der Donautalbahn

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat der Agilis Eisenbahngesellschaft den Zuschlage für den Regionalverkehr auf der Donautalbahn zwischen Ulm, Ingolstadt und Regensburg sowie auf der Strecke Neumarkt – Regensburg – Plattling erteilt.

Ab Dezember 2022 gibt es damit einen längeren Halbstundenrhythmus im Berufsverkehr. Ab Dezember 2024 wird es stündliche Expressverbindungen zwischen Nürnberg und Regensburg mit Neufahrzeugen und eine Direktverbindung zwischen Regensburg und Ingolstadt Audi geben.

Hier die Pressemitteilung der BEG

Die Agilis Eisenbahngesellschaft betreibt weiterhin den Regionalverkehr auf der Donautalbahn zwischen Ulm, Ingolstadt und Regensburg sowie auf der Strecke Neumarkt – Regensburg – Plattling. Ab Ende 2024 übernimmt Agilis auch die Regionalexpressverbindung Nürnberg – Regensburg, die derzeit noch von DB Regio betrieben wird. Den Zuschlag im Vergabeverfahren Regensburg/Donautal erteilte heute die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert. Agilis setzte sich in einem offenen europaweiten Wettbewerbsverfahren durch, das die BEG gemeinsam mit dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg durchgeführt hat. Die Inbetriebnahme erfolgt in zwei Stufen im Dezember 2022 und im Dezember 2024. Der Vertrag endet im Dezember 2036.

„Die Fahrgäste können sich auf etliche Verbesserungen freuen“, sagt Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Wir verdoppeln ab Ende 2024 das Expressangebot zwischen Nürnberg und Regensburg auf einen Stundentakt. Auch erhalten Pendler auf der Donautalbahn zwischen Regensburg und Ingolstadt eine Direktverbindung zum Haltepunkt Ingolstadt Audi. Damit setzen wir erste Verbesserungen um, die wir im Rahmen des SPNV-Gutachtens Regensburg in enger Abstimmung mit der Region erarbeitet haben.“

Der Regionalexpress aus Nürnberg fährt künftig alle zwei Stunden über Regensburg hinaus bis nach Plattling weiter. „Für Fahrgäste aus Ostbayern ergeben sich durch diese neue Direktverbindung nach Nürnberg zahlreiche Vorteile“, so Thomas Prechtl, Sprecher der Geschäftsführung der BEG. „Beispielsweise sinkt die Reisezeit im Regionalverkehr von Straubing nach Nürnberg gegenüber heute um 34 Minuten auf dann eine Stunde und 25 Minuten.“ In Nürnberg haben Fahrgäste gute Anschlüsse zu den Fernzügen in Richtung Frankfurt/Rhein-Ruhr und Erfurt/Berlin. Fahrgäste aus Richtung Neumarkt können in Regensburg jede Stunde nach Landshut und München umsteigen.

Fahrzeuge und Kapazität

Die Verkehrsleistungen der ersten Betriebsstufe wird Agilis mit den Gebrauchtfahrzeugen vom Typ Coradia Continental des Herstellers Alstom erbringen, die bereits heute auf den Strecken unterwegs sind. Für die neue Regionalexpresslinie Nürnberg – Regensburg – Plattling ab der zweiten Betriebsstufe hat die BEG die Anschaffung von barrierefreien und klimatisierten Neufahrzeugen vorgeschrieben. Agilis hat vierteilige Neufahrzeuge des Typs Mireo von Siemens angeboten. Im Zuge der Fahrzeugbeschaffung wird Agilis nach Vorgaben der BEG auch im Regionalbahnverkehr zusätzliche Garnituren anschaffen. Diese ermöglichen es, unter anderem im morgendlichen Berufs- und Schülerverkehr von Parsberg und Neustadt (Donau) nach Regensburg zusätzliche Zugleistungen anzubieten und das Sitzplatzangebot zu erweitern. Alle Fahrzeuge sollen mit kostenfreiem WLAN ausgestattet werden.

Mehr Angebot rund um die Ballungsräume

In der ersten Betriebsstufe ab Dezember 2022 verbessert die BEG das Angebot im Berufsverkehr und für Nachtschwärmer im Zulauf auf die Ballungsräume Regensburg, Ingolstadt und Ulm. Züge im Halbstundenrhythmus wird es morgens stadteinwärts von 6 bis 9 Uhr und nachmittags stadtauswärts mindestens zwischen 16 und 19 Uhr auf folgenden Streckenabschnitten geben: Abensberg – Regensburg, Parsberg – Regensburg, Straubing – Regensburg; Neustadt (Donau) – Ingolstadt, Donauwörth – Ingolstadt und Donauwörth – Günzburg – Ulm. Außerdem bestellt die BEG zusätzliche Verbindungen am späten Abend aus den Ballungszentren in die umliegenden Regionen, wo es auch nach Mitternacht noch ein höheres Fahrgastpotenzial gibt. Davon profitieren zum Beispiel Schichtarbeiter und Besucher von Abendveranstaltungen. Die letzten Züge von Nürnberg nach Regensburg, von Ingolstadt nach Donauwörth und Neustadt (Donau) sowie von Regensburg nach Plattling, Neumarkt (Oberpfalz) und Neustadt (Donau) fahren täglich nach Mitternacht ab. Dasselbe gilt an Wochenenden auch für die letzten Züge von Ulm über Günzburg nach Donauwörth und von Regensburg über Neustadt (Donau) bis nach Ingolstadt.

PM/KH

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