Mo., 08.04.2024 , 13:11 Uhr

Schiri aus der Oberpfalz

Morddrohung gegen DFB-Schiedsrichter Martin Speckner

Der Oberpfälzer DFB-Schiedsrichter Martin Speckner hat nach dem Drittliga-Spiel von FC Ingolstadt gegen Arminia Bielefeld Morddrohungen bekommen.

DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hat eine Morddrohung gegen Schiedsrichter Martin Speckner scharf verurteilt. «Ein solches Verhalten ist empörend, verstörend und völlig inakzeptabel», sagte Fröhlich laut einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bunds vom Sonntag.

Speckner hatte am Freitagabend die Drittligapartie FC Ingolstadt gegen Arminia Bielefeld geleitet und anschließend eine E-Mail mit Drohungen und Beleidigungen erhalten. «Wir nehmen solche Drohungen sehr ernst, auch wenn sie anonym über das Internet ausgesprochen werden», sagte Fröhlich.

Der anonyme Absender kritisierte DFB-Angaben zufolge explizit die Länge der Nachspielzeit, in der Ingolstadt noch zum 1:1 ausglich. Die DFB Schiri GmbH hat den Vorfall bei der Zentralstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität (ZIT) gemeldet, um Strafantrag zu stellen. «Manche scheinen weder Grenzen noch Hemmungen zu kennen», sagte Fröhlich. «Wohin sind wir gekommen, wenn Unparteiischen mit Mord gedroht wird? Das muss Konsequenzen haben, auch strafrechtlicher Art.»

Fröhlich sagte zudem: «Beleidigungen und Drohungen gegen Unparteiische sind keine harmlose Folklore, sondern Attacken auf Menschen. Nichts kann sie rechtfertigen.» Schiedsrichter seien «kein Freiwild, sondern Menschen, Sportler und ein selbstverständlicher Teil der Fußballfamilie.»

 

Laut dem DFB hieß es in der besagten Mail unter anderem:

„Wenn wir wegen dir absteigen, wirst du sterben.“ In der Nachricht wird der Referee zudem als „dreckiger Hurensohn“ beleidigt und seine Familie bedroht:

„Fühl dich mal nicht so sicher im Oberpfalz. Wir finden dich eines Tages oder deine Kinder. (…) Schon bald wirst du dich beobachtet fühlen.“

 

 

dpa / MB

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