Mo., 06.02.2023 , 15:15 Uhr

Mobile-Retter-App: Über 1000 Ersthelfer in Regensburg, Cham und Neumarkt

Aktuell gibt es 1223 Mobile Retter, die sich für die gleichnamige App registriert haben. Das berichtet der Landkreis Regensburg. Seit Ende 2022 sind darunter auch Mobile Retter aus den Landkreises Cham und Neumarkt i.d.Opf.

Diese am 1. Dezember 2022 durchgeführte Erweiterung auf das gesamte Gebiet der Rettungsleitstelle brachte einen großen Schub an neuen Registrierungen. Im Dezember 2022 konnte der 1000. Mobile Retter für die App freigeschaltet werden. Allein in Stadt und Landkreis Regensburg gab es Ende vergangenen Jahres mehr als 900 registrierte Ersthelfer.

Mit der Mobile Retter-App werden Ersthelfer zusätzlich zum Rettungsdienst alarmiert. Bei ihnen handelt es sich um Personen, die speziell und regelmäßig in Herz-Lungen-Wiederbelebung geschult werden, etwa Rettungsdienstmitarbeiter, Pflegekräfte, Ärzte, Feuerwehrleute oder Medizinische Fachangestellte. Im Notfall eines Herz-Kreislaufstillstands, bei dem jede Sekunde zählt, werden über eine App auf dem Smartphone bis zu zwei Mobile Retter ermittelt und alarmiert, die sich örtlich am nächsten zur hilfsbedürftigen Person befinden. Ziel ist es, dass diese schnell vor Ort sind und bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit einer überlebenswichtigen Herz-Druck-Massage beginnen können. Von 266 Rettungsdiensteinsätzen 2022 in Stadt und Landkreis Regensburg waren 207 Mal Mobile Retter vor Ort – das entspricht knapp 80 Prozent der Einsätze.

Landrätin Tanja Schweiger bedankt sich bei allen freiwilligen Helfern:

„Jeder Retter zählt. Je dichter das Netz an Ersthelfern ist, desto schneller ist jemand im Notfall zur Stelle, der mit einer Reanimation ein Leben retten kann.“

 

Sie hofft auf viele weitere Freiwillige, die sich für die App registrieren lassen.

„Mobile Retter Regensburg“ ist eine Kooperation des Universitätsklinikums Regensburg mit der Integrierten Leitstelle sowie dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Regensburg (ZRF) in Zusammenarbeit mit den Regensburger Kliniken, den Sana Kliniken des Landkreises Cham, dem Klinikum Neumarkt sowie allen Rettungsorganisationen. Das Projekt soll das bestehende System aus Rettungsdienst und First Respondern nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen und das Überleben bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand verbessern.

Die Registrierung und Freischaltung für das System Mobile Retter ist einfach online möglich. Hierzu wird ein Schulungsvideo auf der Homepage gezeigt. Mit dem Nachweis der Qualifikation zum Ersthelfer wird man für das System freigeschaltet. Unter der Webadresse www.mobile-retter-cnr.de findet man alle notwendigen Informationen.

Mittlerweile führt das Projektteam neben Online- auch Präsenzschulungen durch. Gerne stellt es das Projekt bei Freiwilligen Feuerwehren oder ähnlichen Organisationen auch persönlich vor.

 

Landkreis Regensburg / MB

 

Mobile Retter App jetzt auch im Landkreis Cham:

Das könnte Dich auch interessieren

23.02.2026 Bayern: Steigende Wasserstände – Flüsse und Bäche treten über die Ufer Vor allem in den Regionen rund um den Bayerischen Wald und das Fichtelgebirge treten Flüsse und Bäche teils über die Ufer. Während vielerorts nur Wiesen und Felder betroffen sind, könnten mancherorts auch Keller und Häuser überflutet werden. Noch ist der Höchststand nicht überall erreicht. Der Hochwassernachrichtendienst rechnet jedoch damit, dass die Pegelstände ab Mittwoch wieder 15.02.2026 Fasching in Ostbayern 2026 14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den 01.11.2025 Halloween in Ostbayern: Polizei zieht Bilanz Die Halloween-Nacht in Ostbayern verlief aus Sicht der Polizei in Niederbayern und der Oberpfalz insgesamt ruhig. Zwar gab es Ruhestörungen, kleinere Schlägereien und Sachbeschädigungen, doch größere Einsätze blieben aus.