Fr., 06.05.2016 , 09:04 Uhr

Mittelmeer: "Sea-Eye" rettet 123 Menschen

Das private Rettungsboot Sea-Eye hat in einem vierstündigen Einsatz am gestrigen Donnerstag (05.05) 123 Menschen aus akuter Seenot gerettet.

„Sea Eye“ wird von Ehrenamtlichen Mitarbeitern aus ganz Ostbayern unterstützt, Organisator ist der Regensburger Unternehmer Michael Buschheuer. Seit April ist das umfuktionierte Fischerboot im Mittelmeer unterwegs- vor der afrikanischen Küste will man Flüchtlinge aus gefährlichen Situationen auf hoher See retten- bereits Ende April wurden bei einem ersten Einsatz mehr als 200 Menschen gerettet.

 

Den aktuellen Einsatz beschreibt die Crew in einer Facebook-Meldung:

 

„Die Crew von „Mission 2“ der Sea-Eye entdeckte die Schiffbrüchigen bei einer Suchaktion rund 50 Meilen vor der libyschen Küste. Die Menschen waren in ein manövrierunfähiges Schlauchboot gepfercht, das jeden Augenblick zu sinken drohte.

Der Einsatz folgte dem Vorbild der ebenfalls privaten Rettungsorganisation „Sea-Watch“, die im vergangenen Jahr rund 2000 Menschen aus Seenot retten konnte. Unter den Geretteten befinden sich auch vier Frauen, darunter eine Hochschwangere, die in der Krankenstation an Bord der Sea-Eye erstversorgt werden konnte.

Alle Geretteten, die aus Nigeria, Gambia, Kamerun und Libyen geflüchtet sind, wurden von der „Dignity I“, einem Schiff von Ärzte ohne Grenzen, übernommen und werden jetzt sicher nach Italien gebracht.“

 

Mehr Informationen zur Aktion finden Sie unter:

 

https://www.facebook.com/seaeyeorg/

oder unter http://sea-eye.org/

 

MF

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