„Unsere Meister im Rampenlicht!“: Unter diesem Motto stand die diesjährige Meisterfeier der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle in Straubing. Für 960 neue Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister aus 28 verschiedenen Berufen gab es am Freitag nicht nur jede Menge Rampenlicht und tosenden Applaus, sondern auch Anerkennung für die vielfältigen Aufgaben, die Handwerksmeister im Berufsalltag zu stemmen haben. „Der Meistertitel ist ihre Eintrittskarte in eine glänzende berufliche Zukunft“, sagte HWK-Vizepräsident Hans Kastl in seiner Laudatio.
Der HWK-Vizepräsident ermutigte die Jungmeister dazu, trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit Selbstbewusstsein und Zuversicht durchs Leben zu gehen. Dem enormen Wandel in der Arbeitswelt könne man im Handwerk gelassen und überwiegend positiv entgegensehen. Handwerk werde nicht nur trotz, sondern gerade wegen KI goldenen Boden haben:
„Sie werden mit ihrem Wissen, ihrem handwerklichen Geschick und ihrer Innovationskraft die Gewinner der KI-Revolution sein. Sie brauchen die radikalen Umbrüche, die uns dank Digitalisierung und KI erwarten, nicht fürchten. Im Gegenteil: Sie können weder von KI ersetzt noch wegautomatisiert werden.“
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger war als Ehrengast Teil des etwa einstündigen Bühnenprogramms. Auch er lobte die Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister:
„Handwerk ist Hightech und hat Zukunft. Mit ihren Meisterbriefen stehen den Handwerkern aus Niederbayern und der Oberpfalz alle Türen offen. Ich gratuliere den neuen Meistern ganz herzlich zu diesem Meilenstein und danke ihnen für ihren Fleiß und die Bereitschaft, ihre berufliche Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.“
Die jungen Meisterinnen und Meister bezeichnete Aiwanger als „die Arbeitgeber von morgen“.
Insgesamt wurden dieses Jahr 960 Meister – 141 Frauen und 819 Männer – aus 28 Gewerken zur Meisterfeier eingeladen. In neun Gewerken kann die Meisterprüfung innerhalb Bayerns nur bei der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz abgelegt werden (Dachdecker, Orthopädieschuhmacher, Raumausstatter, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Glasbläser/Glasapparatebauer, Glaser, Glasveredler, Keramiker, Sattler- und Feintäschner). Das beliebteste Gewerk war dieses Jahr das Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk (149 Männer, drei Frauen), gefolgt vom Elektrotechniker– (138 Männer, fünf Frauen) und Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk (81 Männer, zwei Frauen). Bei den Frauen war das Friseur-Handwerk am gefragtesten, bei den Herren das Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk.
PM HWK Niederbayern-Oberpfalz / TVA Onlineredaktion