Fr., 01.12.2017 , 08:19 Uhr

Mehr Wildkatzen in Bayern nachgewiesen

Mit einer aufwendigen Untersuchung hat der Bund Naturschutz (BN) in Bayern mehr Wildkatzen nachweisen können. Inzwischen gebe es im Freistaat wieder knapp 700 Exemplare, hieß es vom BN. Vor zwei Jahren war Forstminister Helmut Brunner (CSU) noch von etwa 100 Tieren weniger ausgegangen. Die neue Zählung erfolgte bereits im Frühjahr 2017 in sechs Landkreisen mit Hilfe von Stöcken, an denen Lockstoffe angebracht waren. Katzen-Haare wurden dann genetisch untersucht. Am Freitag (10.00 Uhr) stellt der BN in Nürnberg seine Ergebnisse vor. 

Vor allem in Nordbayern kommen die äußerst seltenen und streng geschützten Tiere inzwischen wieder vor, die nichts mit verwilderten Hauskatzen zu tun haben. Sie fühlen sich besonders in den Waldgebieten im Spessart, in der Rhön und den Haßbergen wohl. Ein Kater, der vor wenigen Jahren erstmals in der Rhön entdeckt worden war, sei nun 40 Kilometer entfernt in Schweinfurt gefunden worden – und habe dort auch Nachwuchs bekommen. Aber auch in der Oberpfalz und in Schwaben gab es Treffer.

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern wurde die Wildkatze in Bayern Anfang des 20. Jahrhunderts ausgerottet. In Wäldern vergleichbarer Größe gibt es daher in anderen Ländern zehnmal so viele Katzen wie im Freistaat. Mit einem aufwendigen Zuchtprogramm und strengem Schutz konnten die «Ureinwohner Bayerns» wieder angesiedelt werden.

Foto: Archiv/Symbolbild

dpa/MF

Das könnte Dich auch interessieren

18.09.2026 Manching: Haftstrafen nach Diebstahl des keltischen Goldschatzes rechtskräftig Nach dem spektakulären Diebstahl des mehr als 2.000 Jahre alten keltischen Goldschatzes aus dem Kelten Römer Museum in Manching sind die Haftstrafen gegen vier Männer rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die vom Landgericht Ingolstadt verhängten Strafen in vollem Umfang bestätigt. Goldschatz mit mehr als 480 Münzen gestohlen Der Einbruch in das Kelten Römer Museum 18.09.2026 Donau-Einkaufszentrum erneut unter Top 10 der deutschen Shoppingcenter Das Donau-Einkaufszentrum (DEZ) zählt erneut zu den zehn besten Shoppingcentern Deutschlands. Im aktuellen Shoppingcenter Performance Report (SCPR) 2026 belegt das DEZ mit der hervorragenden Durchschnittsnote von 2,00 den 9. Platz unter rund 400 bewerteten Einkaufszentren. Damit verteidigt das Regensburger Einkaufszentrum seine Spitzenpositionierung aus den Vorjahren und gehört bereits zum wiederholten Male zu den Top 10 18.09.2026 Mut beginnt im Alltag: Zivilcourage stärkt unsere Gesellschaft Schulen, Vereine und weitere Institutionen können ab sofort Informations- und Präventionsangebote zum Thema Zivilcourage nutzen. Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Sie beginnt häufig mit kleinen Gesten: aufmerksam sein, Hilfe organisieren, die Polizei verständigen oder Betroffene unterstützen. Gerade diese alltäglichen Handlungen tragen wesentlich dazu bei, Straftaten zu verhindern, Menschen zu schützen und 18.09.2026 Bayern: Hopfenernte fällt 2026 deutlich geringer aus In Bayern wird 2026 eine deutlich kleinere Hopfenernte erwartet. Nach ersten Schätzungen sollen in den Anbaugebieten Hallertau und Spalt insgesamt rund 29.244 Tonnen Hopfen geerntet werden. Das wären 22,8 Prozent weniger als 2025. Als Gründe werden extreme Hitzephasen und langanhaltende Trockenheit genannt. Ernte sinkt um mehr als 8.600 Tonnen Im vergangenen Jahr wurden in Bayern