Beim Thema Schule wird aktuell vieles neu gedacht – vor allem die Betreuung nach dem Unterricht. Der Bund hat beschlossen, die Nachmittagsbetreuung ab dem kommenden Schuljahr schrittweise auszubauen. Zunächst profitieren die Erstklässler von dem neuen Anspruch.
Was diese bundesweite Regelung konkret vor Ort bedeutet, zeigt sich derzeit in Wenzenbach.
Mehr Betreuung für Kinder klingt zunächst positiv. Für die Gemeinden bedeutet die neue Vorgabe jedoch, dass bestehende Angebote neu organisiert werden müssen.
Auch in Wenzenbach stehen Veränderungen an. Hier kommt erschwerend hinzu: Der Hort muss schließen – unter anderem aus Personalgründen. Damit fällt ein etabliertes Betreuungsangebot weg.
Als Alternative setzt die Gemeinde künftig auf die offene Ganztagsschule. Die Betreuung findet damit direkt an der Schule statt.
Für die Gemeinde hat dieses Modell einen entscheidenden Vorteil: Es können mehr Kinder gleichzeitig betreut werden.
Für manche Eltern bringt die Umstellung allerdings Nachteile mit sich. Im bisherigen Hort waren die Betreuungszeiten flexibler, die Gruppen kleiner und die Abläufe individueller gestaltet.
Mit ähnlichen Konflikten kämpfen aktuell auch andere Gemeinden, die die neue Regelung des Bundes umsetzen müssen. Der Ausbau der Nachmittagsbetreuung sorgt vielerorts für organisatorische und personelle Herausforderungen.
Mehr Hintergründe zu diesem Thema gibt es auch in der Sendung „Mein Landkreis Regensburg“. Dort geht es außerdem um das neue Kinderhaus in der Region.